So soll die ausgebaute Rastanlage Lichtendorf-Süd laut Deges aussehen. © deges
Fragen und Antworten

Raststätte Lichtendorf wird ausgebaut: 150 zusätzliche Parkplätze

Die Raststätte Lichtendorf wird gewaltig ausgebaut: 117 neue Parkplätze für Lkw, 33 für Pkw – das Planverfahren steht kurz vor dem Abschluss. Fragen und Antworten von Baubeginn bis Beschwerden.

An der Grenze zwischen Schwerte und Dortmund plant der Bund, einen riesigen Lkw-Parkplatz zu bauen. Das Vorhaben steht nun vor seinem letzten Planungsschritt. Wir haben Fragen und Antworten zu der großen Autobahnrastanlage zusammengetragen.

Warum soll der Parkplatz gebaut werden?

An der Autobahn 1 zwischen Westhofen und Kamen gibt es zu wenig Lkw-Parkplätze. Da die Brummifahrer aber laut Vorschrift zum Rasten gezwungen sind, wird es oft eng. Gerade in den Abendstunden sind die wenigen Parkplätze dauerhaft überlastet. In einer bundesweiten Erhebung der Bundesanstalt für Straßenwesen wurde bereits im Jahr 2008 auf dem Streckenabschnitt der Autobahn A 1 zwischen dem Westhofener Kreuz und dem Kamener Kreuz ein Defizit festgestellt. Mindestens 200 sind es nach Angaben der Deges (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH). Die ist auch mit dem Ausbau der Rastanlage in Lichtendorf-Süd beschäftigt. Denn dort sollen neue Parkplätze für Lkw entstehen.

Wie viele Parkplätze gibt es und wie viele sollen es werden?

Mit dem Ausbau werden 117 zusätzliche Stellplätze für Lkw und Busse eingerichtet. Bislang waren dafür 57 Stellplätze vorhanden. Die Zahl der Pkw-Stellplätze erhöht sich von 90 auf 123 Stellplätze. Der vorhandene Parkplatzbereich der Rastanlage wird durch neue Fahrbahnen, Parkflächen, Gehwege und Rastflächen sowie Grünflächen ersetzt. Die Bereiche der vorhandenen Tankstellen- und Rasthofflächen werden nicht verändert. Auf der südlich gelegenen Ackerfläche werden neue Lkw-Stellplätze hergestellt.

Wie viel Grünfläche wird für den Bau benötigt?

Die Raststätte ist am Ende etwa 3,3 Hektar groß, dafür wird man aber mit Umzäunung und Freiflächen etwa 6,5 Hektar Grundstück brauchen. Auch die Erdbewegungen werden gewaltig sein. Damit aus dem abschüssigen Gelände eine ebene Fläche wird, müssen 5,80 Meter aufgeschüttet werden.

Müssen die Autofahrer mit Behinderungen rechnen?

Vermutlich nur wenig, denn die Zu- und Abfahrten der Raststätte, die während der Bauzeit geöffnet ist, bleiben unverändert. „Die Zufahrt der Baustellenfahrzeuge wird überwiegend über die bestehende Anlage erfolgen“, verspricht die Deges. Über die Lichtendorfer Straße sollten „nur Lieferverkehre und Rettungsdienste“ rollen.

Wie weit ist man mit dem Planverfahren?

Das Planfeststellungsverfahren wurde bereits am 30. Januar 2019 eingeleitet. Danach lagen die Pläne in Schwerte und Dortmund aus, Bürger konnten Einwendungen machen. Die wurden bearbeitet. Ende vergangenen Jahres erging der Planfeststellungsbeschluss. Doch auch der muss nun noch einmal ausgelegt werden. Das findet ab Freitag, 26. März, wieder in den Rathäusern, aber auch im Netz statt. Bislang sind aber auch im Netz die Pläne und die Antworten auf die Einwendungen noch nicht einsehbar. Größere Veränderungen an den Bauplänen habe es aber nicht gegeben, hieß es.

Wann ist Baubeginn?

Der hat sich wegen des aufwendigen Verfahrens ganz schön verzögert. Die Deges, die mit dem Bau beauftragt ist, sagt: Für die Ausführungsunterlagen und die Ausschreibung brauche man etwa ein Jahr. Dann könnte man im 2. Quartal 2022 mit dem Bau beginnen. Allerdings nur dann, wenn jemand klagt.

Gab es Beschwerden gegen das Vorhaben?

Die hielten sich nach Angaben der Bezirksregierung in Grenzen. Einwendungen gab es zu den Themen:

  • Forderung nach Lärmschutz
  • Bedenken bei Gesundheitsschutz
  • Verlust von Wohn- und Lebensqualität sowie Flächen
  • Verschmutzung/Vermüllung, Immissionen.

Fest steht: für Anwohner wird es wohl lauter durch die größere Parkplatzanlage. Die Autos sollen von der Lichtendorfer Straße aus durch einen Zaun und eine neue Bepflanzung aber nicht zu sehen sein.

Über den Autor
Redaktion Schwerte
Ist mit Überzeugung Lokaljournalist. Denn wirklich wichtige Geschichten beginnen mit den Menschen vor Ort und enden auch dort. Seit 2007 leitet er die Redaktion in Schwerte.
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Heiko Mühlbauer

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