Die größte Solaranlage in Schwerte wollen die Stadtwerke errichten. Der Bebauungsplan soll jetzt beschlossen werden. © picture alliance / dpa
Sonnenstrom

Neue Solarstrom-Anlage soll Strom für 250 Haushalte produzieren

Auf einem Feld soll im kommenden Jahr eine Solarstromanlage gebaut werden. Die Stadtwerke hoffen, damit CO2-frei Strom für ein komplettes Stadtviertel zu erzeugen.

Am 30. November will der Rat der Stadt den Bebauungsplan Nr. 28 „Freiflächenphotovoltaik“ und die damit einhergehende Änderung des Flächennutzungsplans beschließen. Damit ist der Weg frei für Schwertes erste Solarfarm. Auf einem Feld unweit der A1 soll Solarenergie für ein ganzes Stadtviertel gewonnen werden. Aktuell befindet sich in diesem Bereich derzeit noch ein Feld.

Zehn Reihen mit Solarpanelen und ein Trafohäuschen

Zehn diagonal verlaufende Reihen mit Solarpaneelen wollen die Stadtwerke auf dem Grundstück, das in der Nähe des Alten Dortmunder Wegs liegt, aufstellen. Auf dem Areal zwischen Theilskamp, Heidekamp und eben dem Alten Dortmunder Weg sollen die Panels auf Gestellen angebracht werden. Das Metallständerwerk dafür braucht keine Fundamente und wird nur in den Boden gerammt. Das einzige echte Bauwerk der Freiflächensolaranlage ist ein Trafohäuschen. Erschlossen wird die Anlage über einen Wirtschaftsweg, der vom Alten Dortmunder Weg abzweigt. Der soll groß genug sein, um eventuelle Rettungseinsätze zu fahren, werde aber ansonsten nur zu Wartungszwecken genutzt.

Energie für ein ganzes Stadtviertel

Die Anlage, die von den Stadtwerken dort errichtet wird, ist in Schwerte bislang einzigartig. 750 Kilowatt-Peak beträgt ihre Spitzenleistung. Damit könne man 250 Haushalte mit Energie versorgen, erklärte Matthias Becker von den Stadtwerken bei der ersten Vorstellung der Anlage. In Zahlen liest sich das so: Es werden 675.000 kWh CO2 freien Stroms in der Spitze erzeugt. Den wollen die Stadtwerke dann direkt in ihr Netz einspeisen.

Obwohl der Bebauungsplan relativ unumstritten ist, musste er zweimal ausgelegt werden. Bei der ersten Offenlage gab es Bedenken aus dem Bereich Umweltschutz. Die konnte man einarbeiten, sodass jetzt nur noch die Bedenken des Landwirtschaftsverbandes übrig blieben. Der machte geltend, dass hier wieder einmal wertvolle Ackerfläche der Landwirtschaft entzogen würde.

Grundstück gehört der Wirtschaftsförderung

Das Grundstück gehört der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Unna, der es seit Jahren an einen Landwirt verpachtet. Dem fehle die Fläche jetzt dringend. Der Solaranlage soll das nicht im Weg stehen. Die WfG solle mit dem Landwirt Kontakt aufnehmen, um über eine Ausgleichsfläche zu verhandeln.

Das Thema steht zunächst im Planungsausschuss am 24. November auf der Tagesordnung und wird dann am Montag, 30. November, abschließend behandelt. Im Sommer waren die Stadtwerke noch davon ausgegangen, bereits zum Jahresbeginn 2021 mit dem Bau anfangen zu können.

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Heiko Mühlbauer

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