Der beringte Storch bei der Nestpflege. Ob es sich um das Männchen oder das Weibchen handelt, ist unklar. © Brinker

Jetzt auch aus der Nähe: Schwerter Storchenpaar kümmert sich ums Nest

Das gab es noch nicht: Zum ersten Mal nistet ein Storchenpaar in Schwerte auf einer der Nisthilfen. Einer der Störche trägt sogar einen Ring – einem Schwerter ist eine Nahaufnahme gelungen.

Es ist ein Schauspiel, das in Schwerte noch nicht dagewesen ist – zumindest nicht, so weit die Erinnerung von Ulrich Brinker zurück reicht. Der 74-Jährige entdeckte ein Storchenpaar, das auf einer Nisthilfe hinter der Röllingswiese in Westhofen seine Kinderstube gebaut hat – das ist das erste Mal, dass Störche im Ruhrtal nisten und nicht wie sonst nur auf der Durchreise sind.

Bisher war Ulrich Brinker nur eine kleine Aufnahme der Tiere gelungen – doch mit der richtigen Ausrüstung kehrte der 74-Jährige zum Nistort zurück. „Die Aufnahme ist immer noch aus gut 160 Meter Entfernung entstanden. Ich wollte die Störche gern mal mit einem schön bewaldeten Hintergrund fotografieren.“

Nahaufnahme zeigt Beringung

Dank der Aufnahme sieht man nun auch genau, dass einer der Störche beringt ist – ob es sich dabei um das Männchen oder Weibchen handelt, das sei nicht erkenntlich, so Ulrich Brinker. „Die beiden wechseln sich ab mit dem Brüten, sodass man nicht klar sagen kann, wer wer ist.“ Der 74-Jährige hofft aber, dass der beringte Storch irgendwann nah genug an der Kamera ist, dass man die Nummer darauf erkennen und ihn entsprechend zuordnen kann.

Zur Beobachtung der Tiere ist Ulrich Brinker gern einmal die Woche unterwegs – mehr als vier Kilometer muss er dafür mit seinem Rollator zurücklegen, um zur Beobachtungsstelle zu gelangen. „Das ist schon ziemlich anstrengend. Aber es lohnt sich“, sagt er.

Besonders gespannt sei er auf das Schlüpfen der Küken. „Jetzt gerade kann man ja nur das Brutgeschäft beobachten. Es wird spannend, wenn die Brut schlüpft und die Küken sich durch das Nest bewegen.“

Über die Autorin
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Obwohl nicht in Dortmund geboren, bin ich doch eng mit dieser Perle des Ruhrpotts verbunden. Eine Stadt durch die Augen eines Journalisten kennenzulernen, das fasziniert mich. Seit Oktober 2017 arbeite ich für die Ruhrnachrichten und bin seit April 2020 Volontärin.
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Denise Felsch