Erneute Corona-Pause: Angesichts der stark ansteigenden Corona-Inzidenzen schließt Frank Neuenfels vorübergehend wieder sein Tanzlokal Fox auf der Hohensyburg. © Stephan Glagla
Tanzlokal Fox

Frank Neuenfels trifft schweren Entschluss: „Kein Corona-Hotspot werden“

Wie hatte die Fangemeinde von Frank Neuenfels gejubelt, als er im September seine Disko Fox auf der Hohensyburg wieder öffnete. Jetzt zwingen ihn die Corona-Zahlen zu einem schweren Entschluss.

Die Freude sollte nur zehn Wochen dauern. Erst Anfang September hatte der Schwerter Frank Neuenfels sein Tanzlokal Fox auf der Hohensyburg nach 546-tägiger Corona-Zwangsschließung wieder eröffnet.

Jetzt zwingen ihn die stark gestiegenen Inzidenzzahlen schon wieder zu einer schweren Entscheidung. „Wir machen Pause“, bestätigte der Projektleiter am Freitagmittag (26.11.) auf Nachfrage. Man müsse die Gäste und Mitarbeiter schützen: „Wir möchten kein Corona-Hotspot werden.“

Die Unsicherheit bei den Besuchern wuchs von Woche zu Woche

„Wir haben in Gesprächen bemerkt, dass von Woche zu Woche die Unsicherheit und Angst bei den Besuchern gewachsen ist“, erklärte Frank Neuenfels weiter. Eine weitere Öffnung unter der 2G-plus-Regel – also Einlass nur für Geimpfte und Genese mit zusätzlichem aktuellen Corona-Test – wäre zwar möglich gewesen. Aber man habe auch keine Teststation vor Ort. „Aber Hut ab vor allen, die das machen“, sagte er mit Blick auf Kollegen in anderen Tanzlokalen.

Trotzdem ist er überzeugt, dass auch dort vielfach nachgezogen werde: „Wir glauben, wird sind der Vorreiter in der Disko- und Club-Szene.“ So wie vor einigen Wochen bei der Wieder-Eröffnung auch, als man beim Eintritt schon auf die Corona-Regel 2G gesetzt habe, während andere mit 3G auch noch zusätzlich getestete Personen einließen.

Chris Andrews ist einer der unzähligen Schlagerstars, die Frank Neuenfels schon ins Fox locken konnte, wo er seinen Hit „Pretty Belinda
Chris Andrews ist einer der unzähligen Schlagerstars, die Frank Neuenfels schon ins Fox locken konnte, wo er seinen Hit „Pretty Belinda“ sang. Seine Gitarre schmückt übrigens als Dauerleihgabe eine Vitrine des Tanzlokals. © Reinhard Schmitz (A) © Reinhard Schmitz (A)

Der Entschluss zur erneuten Pause war erst kurzfristig am Donnerstagvormittag gefallen. Leicht gemacht haben ihn sich Frank Neuenfels und sein Team nicht: „Wir haben in den vergangenen Tagen lange mit uns gerungen.“ Doch letztlich fiel die Waage in Richtung der vorübergehenden Schließung, „obwohl wir die beste Lüftungs- und Filteranlage haben“, meint Neuenfels.

Man wollte einfach kein Risiko eingehen. Der Schutz vor Corona hatte absoluten Vorrang. In der aktuellen Situation Party zu machen, wäre außerdem auch nicht das richtige Signal gewesen.

Entscheidung stößt zu 90 Prozent auf Verständnis

„Die Reaktionen zeigen, dass die erneute Pause die richtige Entscheidung war“, berichtete Frank Neuenfels. Das konnte er auch an den Kommentaren in sozialen Netzwerken eindeutig ablesen: „Wir stoßen da auf 90 Prozent Verständnis.“ Das habe ihn überrascht, da er vorher mit mehr Unverständnis gerechnet hatte.

„Wir bereiten uns jetzt auf den Tag vor, wo wieder aufgemacht werden kann“, sagte Frank Neuenfels mit Blick nach vorn. Vermutlich werde der aber erst im nächsten Jahr kommen. Bis dahin bleiben die Glitzer-Lichter ausgeschaltet in seinem „Wohnzimmer“ im Gebäude der Spielbank, wo sich auch schon so viele Stars der Schlagerszene bei seinen Veranstaltungen die Klinke in die Hand gegeben haben.

Über den Autor
Redaktion Schwerte
Reinhard Schmitz, in Schwerte geboren, schrieb und fotografierte schon während des Studiums für die Ruhr Nachrichten. Seit 1991 ist er als Redakteur in seiner Heimatstadt im Einsatz und begeistert, dass es dort immer noch Neues zu entdecken gibt.
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Reinhard Schmitz

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