Von der Gesamtschule am Gänsewinkel fährt der Schulbus zurück über den Schwerter Bahnhof. © Reinhard Schmitz
Bürgerbeschwerde

Eltern fordern zusätzliche Haltestelle für den Schulbus zum Gänsewinkel

Viele Schüler kommen mit dem Elterntaxi zur Gesamtschule statt mit dem Bus. Denn wer keine 3,5 Kilometer von der Schule entfernt wohnt, muss selbst zahlen und hat schlechte Verbindungen.

Morgens um 6.50 Uhr beginnt für Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule am Gänsewinkel, die aus der Siedlung rund um Thüringer Weg stammen, bereits der Schulweg. Denn um zur Schule zu gelangen, gibt es per Bus keine Direktverbindung. Sie müssen erst mit dem Bus in Richtung Westen zum Bahnhof fahren, dort umsteigen und dann nach Osten zur Schule fahren.

Viele kommen mit dem Elterntaxi

Das führt dazu, dass viele Kinder statt des Busses das Eltern-Taxi nutzen. Kerstin Siepmann ärgert das. Sie hat einen Antrag an den Beschwerdeausschuss des Rates formuliert: „Das Problem ist, dass die Kinder umsteigen müssen und es keine direkte Verbindung zur Gesamtschule gibt“, erklärt sie. Zurück sei es noch problematischer, weil der Bus nach Schulschluss zum Bahnhof immer voll sei und dann Kinder abgewiesen werden müssen.

Die Folge sei das große Aufkommen an Elterntaxen, „weil die Kinder nachmittags zu Freizeitaktivitäten abgeholt werden.“ Die einzige Alternative sei das Fahrrad, aber das könne man ja nicht immer nutzen, je nachdem, was man mitnehmen müsse und wie die Wetterlage sei.

Eine Lösung hätten die Eltern auch parat: Morgens fährt einmal der C31 vom Theilskamp zur Gesamtschule. Die Haltestelle ist allerdings rund zwei Kilometer entfernt. Wenn man diesen Bus eine Station eher starten lassen könnte und zwar in ihrem Wohngebiet, dann brauche man keine zusätzlich Busverbindung.

Siedlung ist 200 Meter zu nah an der Schule

Das Problem: Die Neubausiedlung ist nur 3280 Meter von der Schule entfernt. Für eine Schülerfahrkarte und damit die städtische Verpflichtung, einen Schulbus einzurichten, müssten es aber 3,5 Kilometer sein. „Die Buslinie ist kein Fall für die Stadt“, erklärt Schulverwaltungsamtsleiter Peter Kranhold.

Man könne höchstens die VKU beauftragen, eine zusätzliche Verbindung einzurichten. Das würde das Verkehrsunternehmen aber der Stadt in Rechnung stellen. Die VKU hatte das Ansinnen der Eltern bislang abgelehnt und an die Stadt Schwerte verwiesen. Grundsätzlich wolle man keine Busse mit Leerlauf fahren lassen, hieß es.

Grüne: Auch zusätzliche temporäre Haltestelle ist denkbar

Die Grünen plädierten im Beschwerdeausschuss dafür, zumindest bei der VKU eine Anfrage nach einer zusätzlichen Haltestelle für den Schulbus vom Theilskamp zu stellen. „Vielleicht reicht ja nur eine zusätzliche temporäre Haltestelle. Auf jeden Fall sollte man eine Anfrage bei der VKU stellen“, so Grünen Ratsherr Maximilian Ziel.

Letztlich sei das ein Thema für den Schulausschuss, erklärte Eckehard Weist, der als sachkundiger Bürger für die WfS im Beschwerdeausschuss sitzt.

Der Beschwerdeausschuss beauftragte die Verwaltung zu prüfen, welche Lösungen mit der VKU möglich sind und überwies das Thema an den zuständigen Schulausschuss.

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Redaktion Schwerte
Ist mit Überzeugung Lokaljournalist. Denn wirklich wichtige Geschichten beginnen mit den Menschen vor Ort und enden auch dort. Seit 2007 leitet er die Redaktion in Schwerte.
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Heiko Mühlbauer

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