Personen mit Rollstuhl haben derzeit keine Möglichkeit, die Räumlichkeiten zu betreten - und auch Leute mit Kinderwagen oder Rollator haben Probleme. © Weck
Sparkasse

Ärger um abgesperrte Rampe an Westhofener Sparkasse

Seit beinahe zwei Monaten ist die Rampe an der Sparkassen-Filiale in Westhofen mit Flatterband abgesperrt. Ein Ärgernis für die Kunden. Die Sparkasse sagt, ihr seien die Hände gebunden.

Flatterband sperrt die bereits arg mitgenommen aussehende Rampe ab. Keine Chance für Personen im Rollstuhl, Zugang zu den Räumen der Sparkasse zu erhalten. Und auch für ältere Leute mit Rollator oder für Eltern mit Kinderwagen wird es zur Herausforderung, die Stufen mit ihrem Gefährt zu bewältigen.

„Ich empfinde das als respektlos gegenüber diesen Bürgern“, sagt Aktivistin Gabi Weck. Vor zwei Jahren hat die Schwerterin mit einer Unterschriftensammlung erwirkt, dass die Sparkassen-Filiale in Westhofen nicht geschlossen wird. Damals erhielt sie die Zusage, dass die Terminals der Filiale bis 2021 und darüber hinaus sicher erhalten bleiben. „Meine Befürchtung ist, dass das hier gerade die Vorstufe der Filialschließung sein könnte.“

Keine Ansprechpartner vor Ort

Die Kontaktsuche, um schnell für Klärung zu sorgen, sei bisher erfolglos gewesen, so Weck. „Ich habe versucht, jemanden zu erreichen, aber niemand rührt sich. Und vor Ort gibt es keine Ansprechpartner mehr, keine Bezugspersonen. Das macht es noch schwieriger.“

Die Bürgerinnen und Bürger von Westhofen kommen stattdessen zu Gabi Weck. „Ich wurde in den letzten zwei Monaten schon mehrfach angesprochen. Es gibt viele ältere Kunden, die darauf angewiesen sind, dass die Rampe einsatzfähig ist.“ Dass von der Sparkasse gar keine Reaktion kam, ärgert Weck. „Jeder hat Verständnis dafür, dass es dauern kann, bis Handwerker gefunden sind, aber dass sich hier seit Wochen nichts tut, das ist übertrieben.“

Auf Anfrage der Redaktion erklärt die Sparkasse Schwerte, was das Problem ist – und warum sich so lange nichts getan hat. „Uns gehören diese Räumlichkeiten nicht, wir sind nur noch ihre Mieter. Die Reparatur der Rampe ist also nicht unsere Sache, sondern die des Eigentümers“, sagt Sparkassen-Sprecher Stefan Knoche.

Eigentümer rührt sich nicht

Und der rühre sich nicht, obwohl die Sparkasse wiederholt auf das Problem mit der Rampe hingewiesen habe. „Wir haben das dem Eigentümer mitgeteilt, der reagiert aber nicht. Wir ziehen deshalb bereits alle Register, die man als Mieter ziehen kann – dadurch müssen aber natürlich gewisse Fristen eingehalten werden“, erklärt Knoche.

Durch die Einhaltung der Fristen verzögert sich das gesamte Prozedere – und somit wisse man noch nicht, ob es zeitnahe eine Reparatur der Rampe geben wird. „Wir können die Reparatur leider nicht eigenständig in Auftrag geben.“ Doch man bemühe sich darum, den Eigentümer zu erreichen und die Reparatur so in die Wege zu leiten.

Über die Autorin
Volontärin
Obwohl nicht in Dortmund geboren, bin ich doch eng mit dieser Perle des Ruhrpotts verbunden. Eine Stadt durch die Augen eines Journalisten kennenzulernen, das fasziniert mich. Seit Oktober 2017 arbeite ich für die Ruhrnachrichten und bin seit April 2020 Volontärin.
Zur Autorenseite
Denise Felsch
Lesen Sie jetzt