Gartenbauer Jens Brinkschulte und Pfarrerin Christine Grans stehen vor dem neuen Begräbnis-Areal auf dem Friedhof in Hennen. © Heiko Mühlbauer
Baumbegräbnis

5500 Quadratmeter für Baumgräber: Neue Möglichkeiten auf dem Friedhof in Hennen

Die Arbeiten für die Erweiterungsfläche des Evangelischen Friedhofs in Hennen haben begonnen. Auf mehr als einem halben Hektar Fläche sollen die ersten Baumgräber des Friedhofes entstehen.

Das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Hennen hat im vergangenen Jahr beschlossen, auf dem freien Teil des anliegenden Evangelischen Friedhofs Baumbegräbnisse einzurichten. Mittlerweile haben auch die Vorbereitungen für die Arbeiten begonnen.

Verbindung zu Schöpfung und Natur

Immer mehr Christen gewinnen Interesse an sogenannten Baumbegräbnissen. Dabei wird die Urne des eingeäscherten Beigesetzten in unmittelbarer Nähe eines Baumes bestattet. „Für viele Menschen geht es dabei um die Verbindung zur Natur und Schöpfung“, erklärt Pfarrerin Christine Grans. „Oft geht es auch um den Gedanken an einen lebenden und wachsenden Baum im Umfeld des Wandels.“

Bisher gibt es auf dem Evangelischen Friedhof Hennen noch keine Möglichkeit dafür. Das soll sich aber schnellstmöglich ändern. Insgesamt 5500 Quadratmeter stehen für einen zweiten Erweiterungsteil des Friedhofs zur Verfügung, der von der Straße „Auf der Palmisse“ aus zugänglich ist.

Anfang der Woche begannen dann auch die ersten Arbeiten. Für den Zugang zur neuen Friedhofsfläche wird derzeit ein Weg ausgehoben und mit Schotter gebettet.

Platz für bis zu 560 Urnen

Die Iserlohner Landschaftsarchitektin Ina Bimberg hat hierfür eine Konzeption erstellt, die sich auf einen Rundweg um eine mit Baumhainen gestaltete Wiese fokussiert, welche sich harmonisch an die bestehende Friedhofslandschaft anschließt und eine Bestattung unter heimischen Laubbäumen ermöglicht. „Ungefähr ab Juni können hier bis zu 560 Urnen beigesetzt werden“, sagt Christine Grans.

Der neue Erweiterungsteil soll für Anwohner auch als Alternative zum Friedwald in Hagen dienen. Der „Ruheforst Philippshöhe“ wurde im Jahr 2006 als erster Ruhestätte in freier Natur in Nordrhein-Westfalen geschaffen.

Preislich wird sich ein Baumbegräbnis auf dem Evangelischen Friedhof in Hennen in Zukunft nicht bedeutend von anderen Bestattungsformen unterscheiden. „Die Kosten für das Grab werden etwas höher liegen als bei einem Urnenwahlgrab“, erklärt Christine Grans. „Dafür ist aber auch die Pflege des Grabes mit inbegriffen.“

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Student für Sozialwissenschaft und Philosophie – gebürtiger Schwerter und Wahl-Dortmunder. Immer interessiert an Menschen aus dem Ruhrgebiet und ihren Geschichten.
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Felix Mühlbauer

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