Wie man Mitarbeitern vor 80 Jahren dankte

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STADTLOHN Nackte Engelchen tanzen für den Jubilar Reigen. Die Ehrenjungfer – züchtig bekleidet – reicht ihm den Lorbeerkranz, und die Blumen des Waldes scheinen nur für ihn zu blühen: Bernhard Reckers darf sich als verdienter Mitarbeiter der Stadtlohner Polizei großer Wertschätzung erfreuen – im November 1921.

03.01.2010, 16:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ehrenjungfer und Engelchen sind 1921 zur Stelle, um einem verdienten Polizisten zu danken.

Ehrenjungfer und Engelchen sind 1921 zur Stelle, um einem verdienten Polizisten zu danken.

Die Stadt Stadtlohn widmete ihm folgende Zeitungsanzeige – ein Abschiedsgruß, der heutzutage ebenfalls seinesgleichen sucht: „Seit dem Jahre 1896 hat er sein ihm übertragenes Amt 34 Jahre mit peinlicher Gewissenhaftigkeit und zur größten Zufriedenheit seiner Vorgesetzten verwaltet. Die Stadt Stadtlohn verliert in Herrn Reckers einen geschätzten Mitarbeiter, einen Beamten noch vom alten Schrot und Korn, dessen Gradheit und Unerschrockenheit ihm Achtung und Beliebtheit bei allen verschafft haben. Bescheiden, wie es seiner Natur entspricht, hat Herr Reckers ausdrücklich jeden feierlichen Abschied durch die Stadt abgelehnt. Und dann auch ist es zu verstehen, dass ein Mensch gern der wehmütigen Stunde aus dem Wege geht, wo es heißt, die Stätte der Lebensarbeit, die Zusammenarbeit mit lieben Kollegen zu verlassen. (…).“

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