Vor gut zwei Jahren wurde die Unterstellhalle 11 bezogen. Wenn alles planmäßig verläuft, dann könnte sich daran bis Jahresende direkt eine baugleiche Halle 12 anschließen. Diese wird ein wenig größer dimensioniert, um auch der Fallschirmgruppe Skydive eine Lagerfläche bieten zu können. © Markus Gehring
Flugplatzerweiterung

Weitere Unterstellhalle soll Flugplatz entlasten: „Wir sind ausgebucht”

Gut zwei Jahre nach Eröffnung der Unterstellhalle 11 werden die Planungen für eine weitere Halle am Flugplatz in Wenningfeld vorangetrieben. Der Bedarf an Stellplätzen ist ungebrochen.

Erst Ende Februar 2019 war am Flugplatz Stadtlohn-Vreden die neue Unterstellhalle 11 bezugsfertig gemacht worden – nun hat bereits die öffentliche Ausschreibung für eine weitere Halle 12 begonnen.

Am 15. April haben diesbezüglich Aufsichtsrat und Gesellschafter der Flugplatz Stadtlohn-Vreden GmbH den Bau dieser weiteren Flugzeugunterstellhalle beschlossen. Angekündigt worden war diese Maßnahme bereits im Zuge der Umsetzung des Projekts Halle 11. „Der Bedarf ist einfach da“, erklärt dazu Flugplatz-Geschäftsführer Norbert Hetkamp.

Die neue Unterstellhalle soll zeitnah errichtet werden. „Geplant ist es, die Halle 11 einmal zu spiegeln“, berichtet Hetkamp. In östlicher Ausdehnung wird der „Anbau“ allerdings um zehn Meter auf dann 45 Meter verlängert, die Breite beträgt ebenfalls 24 Meter. Die Fallschirmgruppe Skydive Stadtlohn hatte den Wunsch geäußert, das Packzelt in der neuen Halle unterbringen zu dürfen. „Dem kommen wir gerne nach“, so der Geschäftsführer. Eine Win-win-Situation.

Halle 11 wird für zwölf weitere Stellplätze einmal gespiegelt

Wie Halle 11 solle die neue Halle Platz unter anderem für zwölf Ultraleichtflugzeuge respektive kleine E-Klasse-Flugzeuge bieten. Die gesamte Unterstellkapazität auf dem Flugplatzgelände erhöht sich damit von 132 auf 144 Stellplätze. Ein Großteil des Dutzends an Plätzen in der neuen Halle sei bereits belegt, wenn die vorhandenen Hallen entlastet würden, so Hetkamp: „Die Flugzeuge stehen meist dicht an dicht, da ist jeglicher Raum mehr als ausgereizt.“

Ebenso müssten seit gut zwei Jahren sämtliche Fahrzeuge wie Traktoren oder Schneekehrgeräte draußen parken. Alles sei „sehr beengt“, man sei quasi „ausgebucht“. Mit Blick auf die Warteliste und die aktuelle Nachfrage gehe man davon aus, dass auch die weiteren Stellplätze schnell vergeben werden könnten. Die Unterstellhalle 12 ist großzügig dimensioniert und soll den untergestellten Flugzeugen zu allen Seiten ausreichend Platz bieten.

Corona-Krise nahezu ohne Einfluss auf Flugbewegungen

Von der erneuten Erweiterung profitiert letztlich auch die Flugplatzgesellschaft, was zu wirtschaftlicher Stabilität beiträgt – unter anderem auch durch weitere Unterstellgebühren. Ebenso steigt dadurch der Flugbetrieb weiter. Diesbezüglich kann Norbert Hetkamp von einem „planmäßigen Jahr 2020“ berichten: „Wir hatten nahezu die gleichen Flugbewegungen wie 2019.“ Die Corona-Krise wirke sich deutlich weniger auf Flugplätze dieser Größenordnung aus.

Bis zum 21. Mai läuft nun die Ausschreibungsfrist, dann erfolgt die Angebotseröffnung. „Wir müssen nun abwarten, was die Ausschreibung bringt“, blickt Norbert Hetkamp voraus – und auf die Situation auf dem Bausektor, der vor allem von Materialknappheit betroffen ist, was Auswirkungen auf die Preise hat. Geplant ist ein Investitionsvolumen von 480.000 Euro und eine Umsetzung bis Jahresende. Der Bau der Halle 11 hatte sich vor zwei Jahren auf rund 350.000 Euro belaufen.

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