Vitusschüler lernen am Geschwister-Scholl-Gymnasium, dass Chemie Spaß macht

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Das Chemieprojekt „Lernen durch Lehren“ wurde schon zum 15. Mal am Geschwister-Scholl-Gymnasium angeboten. Am Donnerstag erfuhren Südlohner Grundschüler, wie aus Gummibärchen Klebstoff wird.

von Marie Epping

Stadtlohn

, 16.02.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eifrig bringen die Schülerinnen und Schüler den Joghurtbecher zum Schmelzen. Sie sind erstaunt, wie schnell ein wenig Kunststoff schrumpft. Zum 15. Mal sind Grundschüler aus Stadtlohn sowie die Grundschüler der St.-Vitus-Schule aus Südlohn beim Chemieprojekt „Lernen durch Lehren“ beim Geschwister Scholl Gymnasium (GSG) zu Gast.

Gespannt schauen die Kinder zu, wie der Joghurtbecher zum Schmelzen gebracht wird.

Gespannt schauen die Kinder zu, wie der Joghurtbecher zum Schmelzen gebracht wird. © Marie Epping

An diesem Donnerstag besuchen die Schüler der Vitus-Schule aus Südlohn das schulische Labor im GSG und dürfen selbst experimentieren. Neben Daniela Breuer, Lehrerin und Leiterin des Projekts, und Grundschullehrer Julian Noé engagieren sich auch zahlreiche Oberstufenschüler für das Projekt.

Grundschüler hellauf begeistert

Die Begeisterung der Grundschüler ist nicht zu übersehen. Auf die Frage „Was schmilzt bei Kerzen, wenn sie brennen?“, antworten alle Grundschüler gleichzeitig „Das Wachs, das Wachs.“ Die Grundschüler dürfen an diesem chemischen Nachmittag viele verschiedene Experimente durchführen. „Das Geheimnis der Windeln“ oder „Wie mache ich aus Gummibären Klebstoff?“ sind dabei nur zwei der spannenden Versuche.

Die Grundschüler lüften das Geheimnis der Windeln.

Die Grundschüler lüften das Geheimnis der Windeln. © Marie Epping

„Das ist ja wie in einem richtigen Labor“, ruft ein Grundschüler begeistert in die Runde. „Schmeckt gut“, meint eine Mitschülerin, die gerade selbst ihre Zitronenbrause zusammengemischt hat.

Lehrer freuen sich über die große Motivation der Schüler

„Ich bin immer wieder fasziniert von der großen Begeisterung der Schüler“, sagt Chemielehrerin und Leiterin des Projekts Julia Breuer. Sie selbst sei schon seit 15 Jahren am GSG und genauso lange veranstalte sie auch dieses Projekt. Und immer wieder bereite es ihr große Freude. Auch wenn sie hofft, dass die Schüler mit einem kleinen Wissenszuwachs und einer wachsenden Begeisterung für die naturwissenschaftlichen Fächer nach Hause gehen, ist es ihr „viel wichtiger, dass sie Spaß haben“. Das Experimentieren stehe im Vordergrund.

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Auch Grundschullehrer Julian Noé findet, dass das Chemieprojekt ein guter Einstieg in die naturwissenschaftlichen Fächer ist, die die Grundschüler auf der weiterführenden Schule erwarten.

Nicht nur die Grundschüler profitieren von dem chemischen Tag.

Doch nicht nur die Kleinen profitieren von dieser Aktion. Auch die GSG-Schüler lernen noch etwas dazu. „Mir macht es Spaß, Jüngere für Chemie zu begeistern“, erzählt eine Schülerin aus der elften Klasse des GSG. Sie betreue das Projekt schon zum dritten Mal. Eine andere Oberstufenschülerin erinnert sich.

Die großen Schüler zeigten den kleinen, wie man es richtig macht.

Die großen Schüler zeigten den kleinen, wie man es richtig macht. © Marie Epping

„Ich habe selbst auch mal teilgenommen. Ich weiß selbst wie schön das ist.“ Die Aktion ist also mal wieder ein voller Erfolg. Insgesamt nehmen fünf Grundschulen, an fünf verschiedenen Tagen, am Projekt teil. Der Projekttag der Gescher-Dyk-Schule wird nach Karneval stattfinden.

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