Typisierung für Romy: 66 Registrierte haben schon Stammzellen gespendet

Stammzellenspende

Vor sechs Jahren zeigten über 4500 Menschen Solidarität mit der an Leukämie erkrankten kleinen Romy aus Stadtlohn. 66 der damals registrierten Spender haben inzwischen Stammzellen gespendet.

Stadtlohn

15.04.2021, 18:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
Romy aus Stadtlohn war nach ihrer Geburt im Jahr 2015 an Leukämie erkrankt. Heute ist sie ein fröhliches Mädchen, das sich auf den Schulstart freut.

Romy aus Stadtlohn war nach ihrer Geburt im Jahr 2015 an Leukämie erkrankt. Heute ist sie ein fröhliches Mädchen, das sich auf den Schulstart freut. © privat

Genau vor sechs Jahren erkrankte die fünf Monate alte Romy aus Stadtlohn an Blutkrebs. Um ihr zu helfen, organisierte ihre Familie eine große Registrierungsaktion. Eine Welle der Hilfsbereitschaft erfasste die ganze Region. Unglaubliche 4533 Bürger folgten dem Aufruf.

Jetzt verkündet die DKMS ein großartiges Ergebnis: 66 von ihnen haben inzwischen Stammzellen gespendet und damit 66 schwer erkrankten Blutkrebspatienten eine zweite Chance auf Leben geschenkt.

2015 erschütternde Diagnose für Romys Eltern

2015 bekamen Romys Eltern eine erschütternde Diagnose: Ihre erst zehn Wochen alte Tochter war an Leukämie erkrankt. Weil damals die Wahrscheinlichkeit groß war, dass Romy auf einen passenden Stammzellspender angewiesen sein würde, planten ihre Eltern eine große Registrierungsaktion, um Romy und anderen Patienten zu helfen.

Über achtzig ehrenamtliche Ärzte und Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Geschäfte, Metzgereien und Bäckereien spendeten, um für das leibliche Wohl am Aktionstag zu sorgen. Die Resonanz war unglaublich: 4533 folgten am 25. April 2015 dem Aufruf und ließen sich als potenzielle Spender registrieren.

Romy ist heute ein fröhliches Mädchen

Heute, sechs Jahre später: Romy geht es gut. Sie ist ein fröhliches Mädchen, das sich auf den Schulstart freut. Romys Eltern erinnern sich gern an die Solidarität zurück: „Wir sind immer noch absolut beeindruckt und dankbar für die enorme Hilfsbereitschaft und Loyalität der Menschen aus unserer Region“, erklärt Jan-Peter, Romys Vater.

Marten Entrup aus Aachen ist einer von 66 Knochenmarktspendern, die aus der Typisierungsaktion für Romy vor sechs Jahren hervorgegangen sind.

Marten Entrup aus Aachen ist einer von 66 Knochenmarktspendern, die aus der Typisierungsaktion für Romy vor sechs Jahren hervorgegangen sind. © privat

Die damalige Hilfsbereitschaft hat große Auswirkungen: Bis zum heutigen Tag sind 66 Spender aus dieser Aktion hervorgegangen. Einer von ihnen ist Marten Entrup. Der 29-jährige, der heute wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Aachen ist, hatte damals von seiner Familie von dem Aufruf für die kleine Romy erfahren. Er wollte helfen und ließ sich registrieren. 18 Monate später erhielt er einen Anruf von der DKMS, dass er als möglicher Spender für eine andere Patientin in Frage käme.

Spender Marten Entrup ist dankbar und glücklich

„Meine Patientin war zum Zeitpunkt der Spende 13 Jahre alt. Lara, die im schönen Vogtland lebt, ist inzwischen 17 Jahre alt. Ich bin unendlich dankbar und glücklich, dass Lara es trotz ihrer ganzen Krankenhausaufenthalte und Rückfälle so weit geschafft hat“, sagt Marten Entrup.

Auch Romys Eltern sind überglücklich: „Dass durch die damalige Typisierungsaktion nunmehr 66 Menschen zu tatsächlichen Spendern wurden, ist kaum zu glauben. Wir sind immer noch völlig sprachlos. Dies zeigt einmal mehr, wie wertvoll solche Aktionen sind und wie wichtig es ist, sich registrieren zu lassen.“

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