Impressionen vom Rosenmontagszug in Stadtlohn 2020. Diese Bilder wird es in diesem Jahr nicht geben. Die Stadtlohner Schüler haben aber am Rosenmontag schulfrei. © Markus Gehring
Schulfrei

Trotz Corona: 2800 Stadtlohner Schüler haben am Rosenmontag schulfrei

Endet am Rosenmontag in den Schulen der Lockdown? Noch gibt es keine Antwort auf diese Frage. Fest steht aber schon heute: Die Stadtlohner Schüler haben frei. Nicht alle Schulleiter waren dafür.

Die rund 2800 Schülerinnen und Schüler der acht Stadtlohner Schulen haben am 15. Februar schulfrei. Die Stadtlohner Schulen haben sich gemeinsam darauf verständigt, dass der Rosenmontag als beweglicher Ferientag beibehalten wird – auch wenn an Karnevalsfeiern oder einen Rosenmontagszug nicht zu denken ist.

Daher findet am Rosenmontag in Stadtlohn kein Unterricht statt. Sollte der Lockdown über den 14. Februar fortgesetzt werden, geht natürlich auch der bewegliche Ferientag unter.

Bewegliche Ferientage wurden zu Beginn des Schuljahres festgelegt

Die vier beweglichen Ferientage in einem Schuljahr hatten die Stadtlohner Schulen bereits zu Anfang des Schuljahres festgelegt. So war der 1. Februar, der Montag nach der Ausgabe der Schuljahreshalbzeugnisse frei. Jetzt folgt der Rosenmontag.

Die zwei restlichen beweglichen Ferientage haben die Schulen auf die Freitage nach den Feiertagen Christi Himmelfahrt (14. Mai) und Fronleichnam (4. Juni) gelegt. Das Schulministerium hatte bereits im Dezember angesichts der Coronasituation festgestellt: „Die Festlegung der beweglichen Feiertage im Frühjahr (sog. Brauchtumstag) durch die Schulen bleibt unberührt.“

Am 12. Februar endet möglicherweise das Distanzlernen

Aktuell sind alle Schulen bis einschließlich Freitag, 12. Februar, im Distanzlernen. Ob und wie am Montag, 15. Februar, landesweit der Präsenzunterricht wieder startet, bleibt abhängig vom Infektionsgeschehen in den nächsten anderthalb Wochen.

Die Leiterinnen und Leiter der acht Stadtlohner Schulen haben kontrovers diskutiert, ob es sinnvoll sei, mit einem beweglichen Feiertag in die Woche zu starten. „Es gab Schulleiter, die dafür waren, den beweglichen Ferientag zu verschieben“, erklärte Stefan Wichmann, Leiter der Herta-Lebenstein-Realschule, auf Anfrage.

Er habe großes Verständnis für Eltern, die nach vielen Wochen des Homeschoolings darauf drängen, möglichst bald mit dem Präsenzunterricht wieder zu beginnen, und das am liebsten ohne einen Tag Verzögerung.

Wichmann: „Für die Eltern bedeutet die gegenwärtige Situation eine echte Anstrengung. Sie müssen jeden Tag einen großen Spagat machen.“

Einheitliche Vorgehensweise war das Ziel

Andererseits sei den Schulleiterinnen und Schulleitern eine einheitliche Vorgehensweise für alle Stadtlohner Schulen wichtig. Die Mehrheit der Schulleiter sprach sich für eine möglichst verlässliche Beibehaltung der Terminplanung aus. Wichmann: „Das ist Demokratie. Die Mehrheit hat das beschlossen und wir tragen diesen Beschluss jetzt alle gemeinsam mit.“

Wird denn in der dritten Februarwoche der Präsenzunterricht überhaupt starten? „Das ist sehr schwer einzuschätzen“, sagt Stefan Wichmann. „Die vergangenen Monate haben ja gezeigt, dass die Schulen diese Informationen oft als letzte erhalten. Ich kann nicht in die Glaskugel schauen.“

Pläne für Mischlösungen in der Schublade

Denkbar, so Stefan Wichmann, sei auch eine Mischlösung, bei der halbierte Klassen jeweils im Wochenwechsel unterrichtet werden. „Wir haben schon einige Pläne für den Hybridunterricht in der Schublade liegen.“

Stefan Wichmann sagt aber auch, dass das Distanzlernen sich an seiner Schule gut eingespielt habe. „Wir haben die Rückmeldung von Eltern und Schülern, dass es uns gut gelingt, den Kontakt zu halten. Der Unterricht über die Schulplattform iServ läuft gut. Trotzdem hoffen wir alle, dass der Präsenzunterricht möglichst bald wieder starten kann.“

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Stefan Grothues

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