Ein kleiner Kontrollgang auf den Dachboden kann vor größeren Tauwasserschäden schützen. © Stefan Grothues
Schneeverwehungen

Tauwassergefahr: Auf Dachböden kann eine böse Schnee-Überraschung lauern

Viele Stadtlohner machen jetzt Fotos von verschneiten Landschaften. Dabei ist so manchem der Schnee zu Hause näher, als er denkt. Experten warnen vor nassen Überraschungen auf dem Dachboden.

„Derzeit könnten viele Eigenheimbesitzer Schneefotos machen – sie wissen es aber gar nicht, weil der Schnee auf dem Dachboden liegt. Durch Öffnungen in Dach und Giebel wird der Schnee auf den Boden geblasen“, sagt der Stadtlohner Versicherungsexperte Matthias Claushues.

Kübelweise Schnee auf dem Dachboden

Ihm ist ein Fall in Stadtlohn bekannt, bei dem vom Dachboden eines Mietshauses kübelweise Schnee aufgefegt werden musste. Claushues: „Derzeit lässt sich der Schnee noch in Kübeln vom Boden transportieren. Das ist sicherlich eine mühevolle Arbeit, aber auf jeden Fall ratsam, denn wenn der Schnee sich verflüssigt, wird’s nicht lustig.“

Energetisch sanierte Gebäude und Häuser jüngerer Baujahre sind nach Claushues‘ Angaben seltener betroffen als ältere Häuser. „In neuen Häusern schützt oft die Folie vor den Schneeverwehungen. Der feine Schnee kann aber durch feinste Ritzen älterer Dächer geblasen werden“, so Matthias Claushues.

Trete ein Wasserschaden durch Tauwasser ein, so sei das in der Regel nicht versichert. Es handele sich weder um einen Leitungswasserschaden, der durch die Gebäudeversicherung abgedeckt ist, noch um einen Elementarschaden. Claushues: „Eine Elementarversicherung schützt vor Druckschäden durch Schnee, nicht aber vor Schäden, die durch Tauwasser entstehen.“

Über den Autor
Redaktion Ahaus
Vor Ort und nah dran für den Leser, hört gerne auch die andere Seite
Zur Autorenseite
Stefan Grothues

Dorsten am Abend

Täglich um 19:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.