Stahlskulptur reist nach Afrika und zurück

Benefiz-Projekt

Noch glüht der der Kopf der Freiheit. Mit schwerem Werkzeug zwingt Norbert Then in seinem Atelier "Kunstklärwerk" das Haupt der Stahlskulptur in die richtige Haltung. Dann ist das Kunstwerk fast fertig für die 7500 Kilometer lange Reise von Stadtlohn ins westafrikanische Gambia.

STADTLOHN

, 04.11.2016 / Lesedauer: 3 min
Stahlskulptur reist nach Afrika und zurück

Norbert Then mit „Traumfänger“ (l.) und „Freiheit“ (r.): Die Doppelskulptur geht bald auf die Reise nach Afrika.

Nicht nur die Skulptur glüht. Auch die Leidenschaft, die Norbert Then für Afrika empfindet. "In Ghana habe ich drei Jahre gelebt und gearbeitet, bevor ich vor 25 Jahren nach Stadtlohn kam. Das Feuer brennt noch, vom Gefühl her ist das noch ganz nah." Als junger Mann half Norbert Then im Auftrag des Deutschen Entwicklungsdienstes in Ghana beim Aufbau einer Berufsschule für Metalltechnik.

Darum ist es dem Stadtlohner Künstler nun ein Herzensanliegen, die beiden Stadtlohner Brüder Raphael Greving (21) und Lukas Greving (23) bei ihrem Hilfskonvoi im März 2017 zu unterstützen. Für das Projekt "Drive to help" sammeln die beiden Brüder bereits fleißig Spenden, die sie persönlich an ein Krankenhaus des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) in Serrekunda, der größten Stadt Gambias, übergeben werden (wir berichteten).

Samstag Präsentation

Norbert Then kennt die beiden Brüder von Kindesbeinen an, sein Sohn ist mit Raphael befreundet. Da war es für den Stadtlohner Künstler Ehrensache, das Projekt mit einem Traumfänger-Kunstwerk zu unterstützen - und das mit einer ganz besonderen Idee, die er zusammen mit den Greving-Brüdern entwickelte: ein zweigeteiltes Kunstwerk mit dem Titel "Dynamische Freiheit", das eine Brücke von Gambia nach Deutschland schlägt.

Am Samstag, 5. November, stellt Norbert Then sein Kunstwerk und seine Idee im Rahmen seiner Winterausstellung in seiner Galerie in Dorsten vor: Ein "Traumfänger" und die "Freiheit" teilen sich wie im Tanz den Platz auf einer schweren Eichenplatte in der Form des afrikanischen Kontinents.

Beschwerliche Reise

Gemeinsam mit den Greving-Brüdern geht die Doppelskulptur am 19. März auf eine beschwerliche Reise: durch sieben Länder, zwei Kontinente. Unterwegs wird die Skulptur fotografisch in Szene gesetzt: in Gibraltar, im Atlasgebirge, in der Wüste und an vielen anderen Orten. So entsteht ein Kunstwerk mit einer eigenen abenteuerlichen Reisegeschichte.

Die "Freiheit" verbleibt am Ende im Foyer des Krankenhauses in Serrekunda. "Das haben wir mit dem Krankenhaus schon abgesprochen", sagt Raphael Greving. Der Traumfänger kehrt zurück nach Deutschland. Wohin genau? Das steht noch nicht fest. Dieser Teil der Skulptur wird mit den Fotos ihrer Afrikareise wird zugunsten des gambischen Krankenhauses versteigert.

Atelierfest

Zum Atelierfest am  Samstag, 5. November, ab 19.30 Uhr in der Galerie der Traumfänger in Dorsten lädt Norbert Then alle Interessierten ein. Adresse: Auf dem ehemaligen Gelände der „Zeche Fürst Leopold“, Halterner Straße 105, Dorsten. Das Live-Musikprogramm bestreiten unter anderem Nadine Fingerhut und Shane Alexander.

Der Eintritt ist frei, traditionell sind aber eine Flasche Wein und eine Kerze mitzubringen. Weitere Infos zum Hilfskonvoi nach Gambia, zur Versteigerung und zu Spendenmöglichkeiten bei Raphael Greving, Tel. (0157) 8 297 02 55 sowie im K-Punkt an der Dufkampstraße.

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