Die Kita Zauberwald an der Lessingstraße soll abgerissen und komplett neu errichtet werden. © Markus Gehring
Kinderbetreuung

Stadtlohner Kita Zauberwald wird abgerissen und komplett neu errichtet

Die Kita Zauberwald wird komplett neu errichtet. Der Neubau ist mit der Schaffung von vier bis sechs neuen Betreuungsplätzen verbunden. Die Stadt Stadtlohn will 655.000 Euro investieren.

Sandra van Almsick freut sich: „Endlich geht es los!“ Die stellvertretende Vorsitzende der Elterninitiative der Kita Zauberwald und ihre Vorstandskollegen sind froh darüber, dass die Stadt Stadtlohn langfristig mit der Kita plant und nun einen Neubau errichten will.

Vor 40 Jahren haben Stadtlohner Eltern die erste von einer Elterninitiative getragene Kita gegründet. Damals hieß sie noch „Erste Eltern-Kind-Gruppe Stadtlohn e.V.“. Heute kennt man sie in Stadtlohn nur noch unter dem Namen Kita Zauberwald. In einem älteren Einfamilienhaus an der Lessingstraße ist sie zu Hause.

Die Geschichte der Kita Zauberwald reicht 40 Jahre zurück. Sie wurde von der ersten Elterninitiative in Stadtlohn gegründet.
Die Geschichte der Kita Zauberwald reicht 40 Jahre zurück. Sie wurde von der ersten Elterninitiative in Stadtlohn gegründet. © Markus Gehring © Markus Gehring

18 Kinder im Alter von sechs Monaten bis sechs Jahren werden dort in einer Gruppe betreut. Um die Gruppe zukunftsfest und wirtschaftlich tragbar zu halten, soll die Zahl der Plätze um vier erhöht werden. Zusätzlich soll eine Überbelegung mit bis zu zwei Plätzen ermöglicht werden. Mit dieser Planung steigt die rechnerische Größe der Kita auf 1,25 Gruppen.

Kita-Gebäude ist ein Einfamilienhaus aus den 1960er-Jahren

Bei dem Bestandsgebäude handelt es sich um ein altes Einfamilienhaus aus den 1960er-Jahren. „Eine Erweiterung des Gebäudes ist aus Brandschutz- und energetischen Gründen nicht sinnvoll“, erklärte Mathias Pennekamp in der jüngsten Sitzung des Umwelt- und Bauausschusses. Außerdem verfüge der Bewegungsraum nicht über die nötige Raumhöhe.

Auch die Sanitäranlagen entsprächen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Gerade im U3-Bereich fehle es an Wickelmöglichkeiten und sanitären Anlagen. Ein Personalraum ist nicht vorhanden. Zurzeit verfügt die Kita über eine Nutzfläche von 160 Quadratmetern. Um alle gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen, benötigt der Neubau eine Nutzfläche von mindestens 230 Quadratmetern.

Eingeschossiger Neubau geplant

Aus diesem Grund schlug Mathias Pennekamp im Ausschuss den Abbruch der bestehenden Kita vor. Stattdessen soll ein eingeschossiger Neubau auf dem Grundstück an der Lessingstraße entstehen.

Dass die Kita an ihrem angestammten Platz neu errichtet wird, findet die Elterninitiative gut. Sandra van Almsick: „Der Standort ist ideal. Wir stören niemanden, haben mit dem Künstler Norbert Then und seinem Kunstklärwerk einen tollen Nachbarn, und bis zum Wald im Bockwinkel ist es auch nicht weit.“

Übergangsquartier im alten St.-Joseph-Kindergarten

Und wo bleiben Kinder und Erzieherinnen, während die Kita neu gebaut wird? Wieder einmal bietet sich der alte Kindergarten St. Joseph an der Paulusstraße als Übergangsquartier an, wie bereits im Jahr 2019 für den Don-Bosco-Kindergarten und im Jahr 2020 für die Kita der Evangelischen Jugendhilfe. Bis zum Herbst hat der Kindergarten St. Marien dort ein Ausweichquartier bezogen. Dann wird das Provisorium für die Kita Zauberwald frei.

Die Stadt Stadtlohn wird anders als beim Neubau des Kindergartens St. Joseph an der Bakenstraße und der Kita La Vita am Hessenweg nicht selbst die Planung übernehmen. „Wir sind planerisch ausgelastet und haben keine freien Kapazitäten“, sagte Mathias Pennekamp im Bauausschuss.

Die Stadt Stadtlohn wird das Raumprogramm aber mit der Elterninitiative abstimmen. „Wie die rund 230 Quadratmeter angelegt werden, soll für die Ausschreibung vorgegeben werden, damit ein Bau entsteht, der den Interessen des Kita-Betreibers auch entspricht“, sagt der Erste Beigeordnete Günter Wewers.

Einstimmig beschloss der Bauausschuss, für den Neubau der Kita Zauberwald einen Teilnahmewettbewerb durchzuführen. Ziel ist, die Errichtung komplett an einen Generalübernehmer zu vergeben.

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Stefan Grothues

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