Stadtlohner Handwerker bauen nützliche Spender für Desinfektionsmittel

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Unabhängig voneinander haben die Unternehmen KK-Montageservice und Bücker Raumkonzepte Spender für Desinfektionsmittel gebaut. Beide haben eine Besonderheit gemeinsam.

Stadtlohn

, 27.04.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Geschäfte, Schulen und Friseure öffnen nach und nach wieder – unter strengen Voraussetzungen. Die Verantwortlichen müssen dafür sorgen, dass die Hygieneregeln eingehalten werden. Ganz oben auf der Liste steht dabei Desinfektionsmittel. Zwei Stadtlohner Handwerksbetriebe haben dafür jetzt unabhängig voneinander Lösungen entwickelt.

Klaus Klatt, Geschäftsführer von KK-Montageservice, ist durch die Familie auf das Thema aufmerksam geworden. Seine Cousine Sabine Etzrodt-Clermont betreibt in Ahaus einen Friseursalon. „Wir wollten uns einen Ständer für Desinfektionsmittel anschaffen“, erzählt sie. „Aber die gab es nur aus Edelstahl oder Plastik und die sind richtig teuer.“

Holz ist günstiger und wohnlicher

Holz wäre da doch eine günstigere Alternative, dachte sie sich. Klaus Klatt ergänzt: „Holz ist wohnlicher, freundlicher, nicht so klinisch.“ Er weiß aber: „Man kann nicht einfach irgendein Holz nehmen. Es muss ja auch hygienisch bleiben.“ Er entscheidet sich schließlich, einen Ständer aus beschichtetem und somit abwaschbaren Holz zu entwerfen.

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Er tüftelt an der richtigen Form. Schließlich soll der Ständer nicht zu viel Platz wegnehmen und am besten bewegbar sein. Platz für Informationszettel, Handschuhe oder Desinfektionsmittel soll auch sein. Schnell ist die Entscheidung gefallen, dass es kein Spender mit Drück-Mechanismus sein wird. Stattdessen können die Hände unter das Gerät gehalten werden, woraufhin sich ein Sprühnebel auf den Händen verteilt. Alles kontaktlos.

Herausgekommen ist ein Model, das Klaus Klatt nun erst einmal für seine Cousine gebaut hat. „Es können sich aber gerne auch andere interessierte Einzelhändler, Friseure oder Ärzte bei mir melden.“

Desinfektionsmittel in Massen gekauft

Ein ganz ähnliches Projekt hat das Unternehmen Bücker Raumkonzepte in Angriff genommen. Dabei habe man zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, erklärt Carsten Veldscholten. „Zum einen haben unsere Mitarbeiter etwas zu tun. Zum anderen gibt es am Markt kaum noch Ständer für Desinfektionsmittel.“

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Also hat das Unternehmen die Produktion umgestellt und in Absprache mit der Stadt Stadtlohn solche Ständer zunächst für öffentliche Gebäude hergestellt. Auch hier wurde beschichtetes Holz verwendet.

Das größte Problem war die Beschaffung von Desinfektionsmittel. „Weil es fast nirgendwo mehr etwas gab, sind wir tatsächlich in die Drogeriemärkte vor Ort gefahren und haben mit einer Ausnahmegenehmigung dort literweise Desinfektionsmittel gekauft“, erzählt Carsten Veldscholten schmunzelnd.

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