Stadtlohn Klassik: Pianist Knut Hanßen faszinierte mit Klassikern der Musikliteratur

Klavierkonzert

Im Geschwister-Scholl-Gymnasium hat Knut Hanßen ein Konzert der Reihe „Stadtlohn Klassik“ gegeben. Der Pianist hat dabei mit Stücken von Bach und Beethoven überzeugt.

Stadtlohn

, 13.01.2020, 20:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stadtlohn Klassik: Pianist Knut Hanßen faszinierte mit Klassikern der Musikliteratur

Pianist Knut Hanßen faszinierte mit Klassikern der Musikliteratur. © Susanne Dirking

Der mit zahlreichen Musikpreisen ausgezeichnete Pianist Knut Hanßen eröffnete am Sonntagabend in der Konzertaula des Gymnasiums vor großem Publikum das Konzert aus der Reihe „Stadtlohn Klassik“ mit der Partita Nr. 1 B-Dur (BWV 825) des großen Meisters Johann Sebastian Bach.

Äußerst virtuos und mit spielerischer Leichtigkeit zelebrierte er diese reizvolle Suite mit den sechs Tanzsätzen. Es sei ein Widmungswerk Bachs für den neugeborenen Sohn des Prinzen von Anhalt-Köthen gewesen, erläuterte der Pianist.

Ausflug in Beethovens Welt zum Geburtstag

Zum 250. Beethoven-Geburtstag durfte an diesem Klavierabend die in der ganzen Welt bekannte Musik Ludwig van Beethovens nicht fehlen. Pianist Knut Hanßen, der schon beim Beethovenfest und im Beethovenhaus Bonn zahlreiche Wettbewerbe absolvierte, musizierte mit großer Leidenschaft und Intensität am Steinway-Flügel die Sonate Nr. 31 As-Dur op. 110.

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Er begann in der freundlichen As-Dur-Tonart. Dann konnten die Zuhörer sogar zwei Wiener Gassenhauer heraushören und im groß angelegten letzten Satz sogar an Bach denken, als Hanßen mit einer Fuge begann und eine Aria folgte. In den Erläuterungen zu dieser Klaviersonate begab sich der Pianist auf Beethovens Spuren, indem er den Aufbau des Werkes auch als Spiegelbild des derzeitigen Seelenzustands des berühmten Komponisten deutete.

Musik aus Russland

Im zweiten Teil des Klavierkonzertes bezauberte Knut Hanßen am Flügel mit Musik aus den „Bildern einer Ausstellung“ von Modest Mussorgsky. Der Klavierzyklus aus dem 19. Jahrhundert des bedeutenden russischen Komponisten sei als das Beste gelobt worden, was russische Klavierliteratur zu bieten habe, bemerkte Hanßen, bevor er sich mit engagiertem Spiel den einzelnen Szenen widmete, angefangen von der „Promenade“ bis hin zum „Großen Tor von Kiew“.

Für den langen Applaus des Publikums dankte der Pianist und brachte die Gäste mit den wunderschönen „Träumereien“ von Robert Schumann in die richtige Abendstimmung.

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