Spaß am blühenden Experiment

Stadtlohn Mit Vergissmeinnicht fing alles an. Die standen damals in Omas Garten - gesät von der Enkelin. Heute könnte Carmen Geisler kaum zählen, wie viele Blüten unter ihrer Obhut gedeihen.

22.07.2008, 18:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Carmen Geisler verwirklicht mit viel persönlichem Engagement ihre gärtnerischen Vorstellungen. MLZ-Fotos (5) Ohm</p>

<p>Carmen Geisler verwirklicht mit viel persönlichem Engagement ihre gärtnerischen Vorstellungen. MLZ-Fotos (5) Ohm</p>

Aus den ersten gärtnerischen Gehversuchen der Kindheit hat sich eine Leidenschaft entwickelt, die für die Stadtlohnerin mehr ist als ein schönes Hobby: Als Landschaftsarchitektin hat sie die Liebe zum blühenden Grün auch zum Beruf gemacht.

Viele ihrer Ideen konnte sie in den vergangenen Jahren im heimischen Garten in Hengeler umsetzen. Dazu bieten sich ihr auf 6000 Quadratmeter Fläche genügend Gelegenheiten - von den sich der Besucher einen anschaulichen Eindruck verschaffen kann, wenn er Carmen Geisler beim Rundgang durch das Areal folgt, auf verschlungenen Wegen immer wieder neue landschaftliche Bilder und Eindrücken begegnend.

"Mir macht es Spaß, auch mal zu experimentieren", berichtet Carmen Geisler. Vor sieben Jahren existierte der Gartentraum noch nicht, den sie seither Schritt für Schritt gemeinsam mit ihrem Mann verwirklicht hat. Da lag lediglich eine Weide vor ihr - ein offenes Experimentierfeld also. So konnte Carmen Geisler die Planung bei Null beginnen lassen. "Ich wollte verschiedene Räume schaffen, unterteilt von Rasenflächen und Wegen, die die gesamte Anlage strukturieren", berichtet sie. Und so finden sich heute die unterschiedlichsten Themen dort vereint: Da gibt es die Kirschallee und den japanischen Garten ebenso wie einen tropischen, einen maurischen oder einen mediterranen.

Gehölze mit Charakter

Bei der Auswahl der Bepflanzung spielte ihre Freude an Bäumen und Stauden mit hinein. Die unterschiedlichsten Gehölze verleihen dem Charakter des Gartens so zahlreiche Facetten, und die Blütenvielfalt erfreut nicht nur die Insekten. Gelegenheit, das alles mit Muße zu genießen, bieten die zahlreichen Sitzgruppen, nicht selten in lauschigen Ecken untergebracht. Doch für entspanntes Sitzen bleibt der zweifachen Mutter wenig Zeit - zehn bis 15 Stunden arbeitet sie im Sommer pro Woche in ihrem grünen Reich. Wer es einmal bestaunen möchte, hat dazu am 30. und 31. August von 10 bis 18 Uhr bei den Tagen der offenen Tür Gelegenheit. to

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