Schon bald können die Volleyballer auf Sand baggern

Endlich Beach- Plätze gefunden

Seit einigen Jahren versucht die DJK Stadtlohn bereits, ein eigenes Beachvolleyballfeld zu errichten. Dazu hatte der Verein bereits einen Zuschuss bei der Stadt beantragt (Münsterland Zeitung berichtete). Dieser wurde auch in Höhe bis zu 15000 Euro bewilligt. Jetzt scheint endlich ein passender Standort gefunden zu sein.

STADTLOHN

, 26.03.2015, 18:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Jedermann-Tennisplätze sollen durch zwei Beachvolleyballfelder ersetzt werden. In der Vergangenheit wurde hier kaum noch Tennis gespielt. Heming

Die Jedermann-Tennisplätze sollen durch zwei Beachvolleyballfelder ersetzt werden. In der Vergangenheit wurde hier kaum noch Tennis gespielt. Heming

Ganz unbürokratisch hat am Mittwochabend der Hauptausschuss über den Standortwechsel entschieden. "Eigentlich gehört der Punkt in den Sport- und Kulturausschuss", sagte der Erste Beigeordnete Karlheinz Pettirsch beim Punkt Mitteilungen. "Aber der tagt erst wieder im Juni und die Volleyballer wollen endlich anfangen, auf Sand zu spielen."

Kleiner Dienstweg

Nachdem in der Vergangenheit die Platzfrage oft nicht geklärt war, sollte nun ein Grundstück angepachtet werden. Doch hier sei man sich nicht einig geworden, berichtete Pettirsch. Daher kam seitens des DJK Eintracht der Vorschlag, die beiden Beachvolleyball-Felder auf den Jedermann-Tennisplätzen am Wessendorf-Stadion anzulegen. Da es sich um städtischen Grund handelt, müssten die Fraktionen bei der Entscheidung beteiligt werden. Daher wolle Pettrisch "auf kleinen Wege" die Freigabe für die "so gut wie gar nicht" genutzten Tennisplätze einholen.

An der Höhe des Zuschusses würde sich nichts ändern. Bis zu 15000 Euro bekommt die DJK, bei entsprechenden Kostennachweis, aus der Geschwister-Hakenfort-Stiftung.

"Wir haben die Jedermann-Plätze errichtet in der Zeit als Boris Becker und Steffi Graf im Tennis gewonnen haben. Diese Zeiten sind vorbei", erklärte Otger Harks (SPD). Und weiter: "Jetzt sind wir Olympiasieger im Beachvolleyball, warum sollen wir dann nicht auch so einen Platz für den Sport anbieten?" "Ab und an sehe ich da mal welche Fußballtennis spielen, aber sonst sind die Plätze eigentlich nicht genutzt", sagte Karl Herbstmann (UWG). Auch die übrigen Fraktionen stimmten für die Umwandlung der alten Tennisplätze in eine Beachvolleyballanlage.

Platz wird aufgefüllt

Über diese spontane politische Entscheidung freute sich Silke Gertz (Foto), Volleyballerin in der DJK Eintracht. "Wir sind froh, jetzt endlich einen guten Platz gefunden zu haben. Wenn alles klappt, können wir im Sommer schon spielen", sagte sie auf Anfrage unserer Zeitung. "Dort haben wir nahezu den ganzen Tag Sonne." Die Plätze seien von der Stadt vorgeschlagen worden. "Der Vorteil für uns, dass die Plätze bereits eingezäunt sind und auch der bestehende Belag bleiben soll", so Gertz. Es wird eine Drainage gelegt und die Plätze werden mit Sand aufgefüllt. Dafür habe man bereits einen Sportanlagenbauer beauftragt, ein Angebot abzugeben.

Etwa 70 Volleyballer spielen in verschiedenen Mannschaften der DJK Eintracht. Bisher sind die Mannschaften immer nach Ahaus gefahren, wenn im Sand gespielt wurde. "Jetzt haben wir bald unseren eigenen Platz und freuen uns riesig", sagt Gertz.

 

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