Schlacht endet nach 434. Schuss

29.07.2008, 14:46 Uhr / Lesedauer: 1 min

Oeding Der Jakobus-Schützenverein hat einen neuen König: Pünktlich um 14.35 Uhr holte Helmut Paß die Reste eines schwer angeschlagenen aber unglaublich zähen Holzvogels von der Vogelstange an der Jakobihalle.

Dieses Schießen wird sicher als Hitze- und Zermürbungsschlacht - dazu als eines der bisher längsten - in die Vereins-Annalen eingehen. Ganzen 434 Schüssen hatte das hölzerne Federvieh letztlich standgehalten, ehe Helmut Paß es mit Schuss Nummer 435 zur Strecke brachte. Abgezeichnet hatte sich das schon einige Zeit vorher: Der neue Schützenkönig bepflasterte den Vogel immer wieder mit wahren Kernschüssen, aus denen der absolute Siegeswille zu erkennen war. Einige Mitkonkurrenten sorgten für ein spannendes Schießen - blieben aber dann schließlich "auf der Strecke": "Putte" Meier ebenso wie Oberst Adrian Niehaus und Andreas Hying, ebenso Helmut Tecker, Präsident Christian Albers, Ewald Kocks und zum Ende hin auch Otto Harmeling. Schließlich war es aber Helmut Paß, der sichtbar die Entscheidung wollte - und dem jeder im Rund an der Vogelstange: Vorstand, Mit-Schützen und Zuschauer - die Königswürde von Herzen gönnte. Eine besondere Anerkennung verdienen in diesem Zusammenhang sicher auch die Musikkapelle Südlohn, die das Vogelschießen wieder musikalisch begleitete, und die beiden Spielmannszüge, die seit Samstag im Dauereinsatz waren.

Zu seiner Königin wählte Helmut Paß Marita Hemsing. Die Ehrenpaare heißen Jürgen Hemsing und Gaby Paß, Gerd Deelmann und Birgit Elskamp, Norbert Elskamp und Angela Deelmann, Heiner Termathe und Petra Frericks sowie Wolfgang Frericks und Birgit Termathe.

Wegen des etwas verlängerten Vogelschießens fand die Parade an der Mühlenstraße dann auch verständlicherweise etwas später statt, was der Freude der Schützen und der vielen Schaulustigen aber keinerlei Abbruch tat. geo

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