Bahnhof Stadtlohn

Sanierung Bahnhof: Erst Nutzungskonzept, dann städtischer Zuschuss

In der Bauausschusssitzung zeigten sich die Politiker grundsätzlich: Bevor ein städtischer Zuschuss für die Sanierung der Bahnhofsfassade fließt, wollen sie wissen, was mit dem Gebäude wird.
Die Südseite des Stadtlohner Bahnhofs: Die Sanierung der Außenhülle soll nun in Angriff genommen werden. Die Kommunalpolitiker setzen aber eine Bedingung an den Eigentümer, bevor städtische Mittel dafür fließen. © Stefan Grothues

Vor knapp vier Wochen kam die gute Nachricht: Im Denkmalförderprogramm des Landes NRW sind 90.000 Euro für die Außensanierung des alten Bahnhofs in Stadtlohn vorgesehen. Unter dem Punkt Mitteilungen machte die Stadtverwaltung in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses darauf aufmerksam.

„Was soll denn in der restaurierten Hülle passieren?“, fragte Heinrich Ellers (CDU) Richtung Verwaltung. Bauamtsleiter Mathias Pennekamp musste passen: „Es handelt sich um einen privaten Eigentümer, da haben wir keine Gespräche geführt.“

Erst Nutzungskonzept, dann städtischer Zuschuss

Die Antwort ließ die Kommunalpolitiker aufhorchen, denn es geht auch um 68.000 Euro, die die Stadt für die Sanierung zuschießen will – und da hatten die Politiker Vorsorge getroffen. Erwin Plate (UWG) wurde deutlich: „Das war der Grund: Wenn der Eigentümer die Nutzung nicht nennt, gibt es keinen Zuschuss der Stadt. Sonst steht das da weitere 20 Jahre so.“ Er erhielt Unterstützung von Tim Winking, der aus dem Protokoll der betreffenden Sitzung zitierte: „Eine schriftliche Vereinbarung soll geschlossen werden.“

Die 90.000 Euro vom Land, die 68.000 Euro von der Stadt sowie auch Eigenmittel des Eigentümers sollen in die Sanierung der Außenhülle fließen. Nun wird die Stadtverwaltung nach der Erinnerung durch den Bauausschuss das Gespräch mit dem Eigentümer suchen müssen.

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