PD Dr. Stefan Lakemeier beantwortete zahlreiche Fragen am Telefon in der MLZ-Sprechstunde. © Klinikum Westmünsterland
Klinikum Westmünsterland

Rücken-Experten beantworteten zahlreiche Fragen bei Telefonsprechstunde

Wegen der Corona-Pandemie fand die MLZ-Abendsprechstunde zum Thema Rückenchirurgie dieses Mal telefonisch statt. Der Andrang war groß, die Anliegen der Anrufer aber sehr unterschiedlich.

Normalerweise füllt die MLZ-Abendsprechstunde, die seit Jahren vom Klinikum Westmünsterland in Kooperation mit der Münsterland Zeitung organisiert wird, ganze Säle. Doch seit Ausbruch der Corona-Pandemie sind solche Ansammlungen nicht nur verboten, sondern wären auch unverantwortlich. Daher haben sich die Organisatoren überlegt, in diesen Zeiten ein etwas anderes Angebot zu schaffen.

Am Mittwoch, 10. Februar, stand PD Dr. Stefan Lakemeier – gemeinsam mit drei Oberärzten aus dem Fachbereich der Wirbelsäulen- und Neurochirurgie des Stadtlohner Krankenhauses Maria-Hilf – gut zwei Stunden in einer Telefonsprechstunde Rede und Antwort. Zahlreiche Leser der Münsterland Zeitung wandten sich mit ihren Anliegen an den Chefarzt der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie. Sein persönliches Fazit: „Ich bin mit der Resonanz total zufrieden.“ Rat suchten bei ihm nicht nur Stadtlohner. „Wir hatten Anrufer aus Borken, Gronau und sogar aus dem Ruhrgebiet“, so Lakemeier.

Menschen meiden Krankenhäuser und Ärzte

Anlass dieser besonderen Sprechstunde waren die Folgen der Corona-Pandemie. Beim Klinikum Westmünsterland stellten die Mediziner fest, dass viele Menschen wegen Corona den Gang ins Krankenhaus bzw. allgemein zu Ärzten meiden. Dabei sind Behandlungen und operative Eingriffe im Klinikum Westmünsterland nicht nur möglich, sondern manchmal auch zwingend nötig.

„Gerade beim Rücken ist Vorsicht geboten“, berichtet Stefan Lakemeier. Das erklärte er gemeinsam mit seinen Kollegen auch den Anruferinnen und Anrufern. Sie traten mit ganz unterschiedlichen Anliegen an die Ärzte heran. In einem Fall war sogar schnelles Handeln gefragt.

Schnelles Handeln war notwendig

„Ein 44-jähriger Mann hat uns von zwei komprimierenden Bandscheibenvorfällen berichtet, die im unteren Bereich der Halswirbelsäule auf das Rückenmark drücken. Das kann im schlimmsten Fall – ohne adäquate Behandlung – zur Querschnittlähmung führen“, sagt der Stadtlohner Chefarzt. Daher vereinbarte er mit dem Mann sofort einen Termin für die Notfall-Sprechstunde. „Dort werden wir dann schauen, ob eine Operation notwendig ist.“

In anderen Fällen holten sich Patienten bei Stefan Lakemeier eine zweite Meinung ein. „Eine Dame befragte mich zu ihren verschriebenen Osteoporose-Medikamenten. Da konnte ich sie beruhigen und erklären, dass auch ich die Medikation für sinnvoll erachte.“ In vielen anderen Telefonaten vereinbarten Arzt und Patient einen Termin für eine Vor-Ort-Sprechstunde. „Das kann und sollte durch nichts ersetzt werden. Befunde kann ich nur dann erheben, wenn ich mir die Person angeschaut habe“, so der Chefarzt der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie.

Über den Autor
1991 in Ahaus geboren, in Münster studiert, seit April 2016 bei Lensing Media. Mag es, Menschen in den Fokus zu rücken, die sonst im Verborgenen agieren.
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Johannes Schmittmann

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