Nahe diesem Gedenkstein an der Russenstraße kreuzen sich der 52. Breiten- und der 7. Längengrad. © Stefan Grothues
Naherholung

Radfahrer können bald rasten, wo Breite die Länge in Stadtlohn trifft

Pättkesfahrer werden künftig an einem ganz besonderen Punkt in Estern rasten können: An einem von bundesweit nur 48 Schnittpunkten von Breiten- und Längengraden wird eine Bank aufgestellt.

Von ihnen gibt es nur 48 Stück in Deutschland. Vier im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen, davon einer auf Stadtlohner Gebiet: Schnittpunkte von ganzzahligen Breiten- und Längengraden sind eben selten.

Das könnte der Schnittpunkt des Längen- und Breitengrads in einem Wald in Estern sein: ein alter Baumstumpf.
Das könnte der Schnittpunkt des Längen- und Breitengrads in einem Wald in Estern sein: ein alter Baumstumpf. © Stefan Klausing © Stefan Klausing

In einem Waldstück an der Russenstraße in Estern kreuzt sich der 52. Breitengrad nördlicher Breite mit dem 7. Längengrad östlicher Länge. Experten sprechen von einem Konfluenzpunkt. Der genaue Punkt im Wald ist nicht zu erkennen. Vor 36 Jahren aber hat der Heimatverein wenige Meter entfernt an der Russenstraße einen Markierungsstein als Hinweis aufgestellt.

Russenstraße ist bei Radfahrern beliebt

„Bisher ist der Stein sehr unscheinbar“, meint Erwin Plate von der UWG. „Auf Anregung von einigen Bürgerinnen und Bürgern halten wir es für sinnvoll, in der Nähe eine Bank aufzustellen, um hiermit noch mehr Aufmerksamkeit auf das Denkmal zu lenken“, diesen Antrag brachte er von der UWG in den Bauausschuss ein. Dort erinnerte Hermann Steverding daran, dass die Russenstraße sehr gerne von Radfahrern oder Inlinerfahrern genutzt wird. „Eine Bank würde viele zum Verweilen einladen“, so Steverding.

Günter Dirks (Grüne) und Cäcilia Völker (CDU) fanden die Idee gut. Cäcilia Völker regte an, Zuschüsse über das Förderprogramm „vital.nrw – Berkel-Schlinge“ zu beantragen.

Weil die Antragsfristen jedoch kurz sind und mit dem Kreis Borken, der Eigentümer der Fläche am Gedenkstein ist, noch gesprochen werden muss, schlug Erwin Plate vor, die Bank auch ohne die Zusage von Fördermitteln aufzustellen. „Das wird die Stadt ja noch wohl tragen können“, so Plate. Dem stimmten am Ende alle Ausschussmitglieder zu.

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Redaktion Ahaus
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Stefan Grothues

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