Thomas Terschluse, Wirt der Rusty Bar, freut sich auf die Fußball-Europameisterschaft. Alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft werden im Saal des Kettelerhauses übertragen. © Stefan Grothues
Europameisterschaft

Public Viewing: Anpfiff zur Fußball-EM am Dienstag im Saal der Rustybar

Die Rustybar im Kettelerhaus meldet sich zur Fußball-EM mit einem Public-Viewing zurück. Auch sonst hat Wirt Thomas Terschluse die Pandemiezeit vielfältig genutzt – mit großer Unterstützung.

Am Freitag startet die Fußball-EM. Die deutsche Mannschaft spielt am Dienstag gegen Frankreich ihr erstes Spiel. Anpfiff ist um 21 Uhr. Dann steigt auch Thomas Terschluse mit seiner Rustybar ins Turnier ein. Alle Spiele von Jogis Elf werden beim Public Viewing im Saal des Kettelerhauses übertragen.

Thomas Terschluses eigene Karriere als Fußballer bei der DJK Eintracht Stadtlohn war nur kurz. Und eine echte Fan-Liebe verbindet ihn auch nicht mit einem speziellen Verein. „Aber wenn die deutsche Nationalmannschaft spielt, dann bin ich dabei“, sagt er lachend. Dieses Mal freut er sich doppelt: als Fan der Nationalmannschaft und als Wirt der Rustybar.

Der Anpfiff zur EM soll auch symbolisch ein Abpfiff für die Coronaeinschränkungen sein. Anfang 2020 hat der heute 22-jährige Thomas Terschluse das Kettelerhaus übernommen. Fast genauso lang begleitet die Pandemie den jungen Wirt. „Das ist ein echt langer Schlauch“, sagt Thomas Terschluse.

Er hat die Zeit genutzt und den Saal renoviert, die Toiletten erneuert und einen Biergarten geschaffen. In Kürze soll eine Rampe für den barrierefreien Zugang gebaut werden. „Das alles habe ich aber nur mit Unterstützung meiner Familie geschafft“, sagt er. Froh ist er auch darüber, dass die Kirchenstiftung St. Otger als Eigentümerin des Gebäudes die Pacht in den Lockdown-Monaten gestundet hat.

Rustybar als Drei-Generationen-Projekt

Die Rustybar ist ein Drei-Generationen-Projekt: „Meine Großeltern – Karl-Heinz und Gerda Banseberg – haben mir bei der Einrichtung des Biergartens geholfen.“ Mutter Silvia Terschluse hat die Buchhaltung übernommen und Vater Otger Terschluse hilft, wenn Not am Mann ist.

So richtig Spaß macht Gastronomie aber nur mit Gästen. Mit vielen Gästen. Zu den EM-Übertragungen im Saal sind nach Absprache mit dem Ordnungsamt insgesamt 120 Gäste an 10 Tischen zugelassen. Das erlaubt allemal mehr Stadionstimmung als ein Fernsehabend daheim.

Nach dem Auftakt am Dienstag folgen am Samstag, 19. Juni, 18 Uhr, gegen Portugal und am Mittwoch, 23. Juni, 21 Uhr, gegen Ungarn die weiteren Spiele. Der Eintritt ist frei. Eine Reservierung ist nicht verpflichtend, aber Thomas Terschluse empfiehlt sie. Denn anders als in früheren Jahren gilt nicht: je voller, desto besser. Mehr als 120 Fußballfans dürfen nicht in den Saal. Schließlich hat die Coronapandemie ja noch eine kleine Nachspielzeit bekommen.

Über den Autor
Redaktion Ahaus
Vor Ort und nah dran für den Leser, hört gerne auch die andere Seite
Zur Autorenseite
Stefan Grothues

Dorsten am Abend

Täglich um 19:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.