Die Bilder im Pop-Up-Planetarium führen die Besucher auch auf verschiedene Planeten. © Victoria Garwer
Planetarium

Pop-Up-Planetarium in Stadtlohn: Explodierende Sterne und ferne Galaxien

Das Pop-Up-Planetarium des LWL bringt die Sterne direkt zu den Menschen. In einer beeindruckenden 3D-Show gibt es in der mobilen Kuppel einiges zu entdecken.

Sterne fliegen vorbei, die Erde wird kleiner und kleiner. Mitten im Ring des Saturns wirbeln plötzlich Steine herum und im bunten Orionnebel wird ein Stern geboren. Auf einem Planeten Tausende von Lichtjahren entfernt wäre Leben möglich und auf dem Mars verrichtet ein Mars-Rover seine Arbeit. Weiter geht die Reise in die Andromeda-Galaxie und von dort aus in die Unendlichkeit des Universums.

Diese beeindruckenden Bilder bekommen Familien zurzeit im Pop-Up-Planetarium in der Sporthalle an der Burgstraße zu sehen. Die aufblasbare Kuppel haben Mitarbeiter des LWL-Museums für Naturkunde am Montag in der Sporthalle aufgebaut. Während in dem Museum in Münster umgebaut wird, kommen die Sterne so direkt zu den Menschen.

Die mobile Kuppel haben Mitarbeiter des LWL in der Sporthalle an der Burgstraße aufgebaut.
Die mobile Kuppel haben Mitarbeiter des LWL in der Sporthalle an der Burgstraße aufgebaut. © Victoria Garwer © Victoria Garwer

Clemens (7) und Frederike (9) Twenter ziehen aufgeregt ihre Schuhe aus und betreten die Kuppel durch einen schwarzen Vorhang. Im Inneren ist es ziemlich dunkel. Die Kinder nehmen zusammen mit ihren Eltern Michael und Doris Twenter auf dem weichen Boden Platz und machen es sich gemütlich.

In der mobilen Kuppel haben es sich die Familien gemütlich gemacht.
In der mobilen Kuppel haben es sich die Familien gemütlich gemacht. © Victoria Garwer © Victoria Garwer

Schon beginnt die Vorstellung. Ein 360-Grad-Beamer projiziert die Bilder an die gewölbte Kuppel. Dadurch bekommen die Besucher das Gefühl, mitten im Weltall zu sitzen. Manchmal fühlt es sich durch diesen 3D-Effekt sogar so an, als würde sich der Boden bewegen. Vor allem, wenn die Asteroiden und Sterne an den Wänden herabsausen.

„Das war wirklich beeindruckend“, sagt Doris Twenter nach der Vorstellung. Die Familie war schon einmal im Planetarium in Münster. Deswegen wussten die Kinder auch schon vieles über das Weltall. „Wir kannten schon alle Planeten“, erzählt Frederike stolz. Clemens ergänzt: „Ich wusste auch, dass Sterne Sonnen sind.“

Gemütliche Atmosphäre im Pop-Up-Planetarium

Die Bilder dazu haben aber auch sie begeistert. Immer wieder zeigen sie während der Vorstellung nach oben. Sie zucken zusammen, als ein Stern mit einem gleißenden Lichtblitz explodiert, und kuscheln sich etwas dichter an ihre Eltern, als das schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße alles in der Umgebung einsaugt. „Das wusste ich vorher nicht, dass da ein schwarzes Loch ist“, sagt Frederike.

Die Eltern loben vor allem die Atmosphäre. „Es war sehr gemütlich in dieser kleinen Kuppel. Man konnte sich einfach auf den Boden legen und genießen“, sagt Michael Twenter.

Die Bilder im Pop-Up-Planetarium werden von einem 360-Grad-Beamer an die gewölbte Kuppel projiziert.
Die Bilder im Pop-Up-Planetarium werden von einem 360-Grad-Beamer an die gewölbte Kuppel projiziert. © Victoria Garwer © Victoria Garwer

Genau das ist das Ziel des Pop-Up-Planetariums. Das Jugendwerk Stadtlohn hat es gebucht. „Wir wollen Familien ein bisschen Abwechslung bieten“, sagt Eva Vehring, Vorsitzende des Jugendwerks. Insgesamt sind 36 Vorstellungen geplant für verschiedene Altersstufen.

Bis zum 8. August bleibt das Planetarium in Stadtlohn. Allerdings gibt es nur noch einige wenige Einzeltickets. „Schon am ersten Tag haben wir über 60 Tickets verkauft“, sagt Eva Vehring. Der Ticketshop ist auf der Internetseite des Jugendwerks zu finden: jugendwerk-stadtlohn.de

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Als gebürtige Vredenerin habe ich mich aus Liebe zur Region ganz bewusst für den Job als Lokaljournalistin in meiner Heimat entschieden. Mein Herz schlägt für die Geschichten der Menschen vor Ort. Ich möchte informieren, unterhalten und überraschen.
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