An der Kreuzwegstraße, wo früher Mitarbeiter des Unternehmens Spahn ihre Autos abstellten, soll Wohnraum entstehen. © Markus Gehring
Wohnquartier Bahnallee

Pläne für Ein- und Mehrfamilienhäuser an der Kreuzwegstraße

Vier Einfamilienhäuser und drei Mehrfamilienhäuser will der Eigentümer auf dem ehemaligen Parkplatz der Firma Spahn realisieren. Der Entwurf kam im Bauausschuss mehrheitlich gut an.

Wo früher Holzstühle produziert wurden, soll viel Raum zum Wohnen geschaffen werden. Die Stuhlfabrik Spahn ist so gut wie abgerissen, auf der rund 2,8 Hektar großen Fläche plant die Stadt ein neues Wohnquartier. Ein erster Schritt dahin ist der Bebauungsplan Nr. 66 „Kreuzwegstraße“, mit dem sich der Bauausschuss jetzt beschäftigte.

Der Eigentümer der rund 6000 Quadratmeter Fläche zwischen Hagenkamp und Kreuzwegstraße, die in den vorherigen Jahrzehnten von Mitarbeitern der Firma Spahn als Parkplatz genutzt wurde, plant dort vier Grundstücke für eine Bebauung mit Einfamilienhäusern, die sich unmittelbar an die bestehende Wohnbebauung an der Kreuzwegstraße anschließen sollen.

„Bedarfsgerechtes Angebot an Wohnraum“ soll entstehen

Südlich von den vier Einfamilienhäusern sollen drei Mehrfamilienhäuser errichtet werden. Über die Kreuzwegstraße und zum Teil über den Hagenkamp sollen diese Häuser ans Straßennetz angeschlossen werden. „Damit wird ein bedarfsgerechtes Angebot an Wohnraum entstehen, das die Nachfrage nach Einfamilienhäusern sowie kleineren, barrierefreien Wohnungen abdeckt“, heißt es in der Begründung zum Bebauungsplanentwurf.

Die Mehrfamilienhäuser störten die FDP, sagte Dennis Bausch in der Bauausschusssitzung: „Wir sehen die drei massiven Baukörper äußerst kritisch.“ Zu groß und zu mächtig seien die Gebäude, die Liberalen wollten die Häuser „nicht in dem Umfang und in der Masse“. Hermann Steverding sah das ganz anders: Die UWG folge dem Entwurf, so wie er vorliege. An der Bahnallee seien sicher noch „andere Häuser“ zu erwarten.

Anlieger hatten 14 Tage Zeit zur Stellungnahme

Auf die Stellungnahmen der Anlieger, die innerhalb der zweiwöchigen Anliegerbeteiligung eingegangen war, ging in der Sitzung niemand ein. Wegen der Corona-Pandemie habe keine Versammlung für die Nachbarn des Projektgebiets, sondern eine schriftliche Beteiligung stattgefunden, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Die Anlieger hatten sich mit Befürchtungen unter anderem in Bezug auf eine erhöhte Verkehrsbelastung, auf die Parkplatzsituation oder auch auf die Höhen der geplanten Gebäude gemeldet. Auch dass ihnen nur 14 Tage für eine Stellungnahme eingeräumt worden war, wurde kritisch angemerkt.

Plan wird jetzt öffentlich ausgelegt – Stellungnahmen möglich

In dem betreffenden Schritt des Verfahrens war es um die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung gegangen, nun wurde der Bebauungsplanentwurf vom Bauausschuss zur öffentlichen Auslegung beschlossen. Während dieser Auslegung kann sich jeder, der eine Einwendung oder Stellungnahme zum Vorhaben hat, melden. Bei zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung wurde dem Bebauungsplanentwurf mehrheitlich zugestimmt, der Offenlegung ebenso.

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Anne Winter-Weckenbrock
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