Nicht alle Kinder in Stadtlohn werden 2020 an die Grundschule ihrer Wahl gehen können

dzGrundschulen in Stadtlohn

197 Kinder werden im kommenden Sommer in Stadtlohner Grundschulen eingeschult. Nicht alle Eltern werden dann ihre Kinder zur Schule ihrer Wahl begleiten können.

Stadtlohn

, 10.10.2019, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Schülerzahlen steigen in den kommenden Jahren. Das wird dazu führen, dass der Elternwille bei der Wahl der Grundschule nicht immer zum Zuge kommen wird. Wie das Problem gelöst werden kann, das war am Dienstag Thema im Schul- und Bildungsausschuss im Stadtlohner Rathaus.

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„Wie wir mit dem Elternwille umgehen, ist jetzt eine Hausaufgabe für die Verwaltung“, erläuterte der Erste Beigeordneter Günter Wewers am Mittwoch auf Anfrage. Tatsache ist, dass mehr Eltern ihre Kinder zur zentral gelegenen Fliedner-Schule schicken wollen, als es Plätze geben wird.

Platz an der Gescher-Dyk-Schule

Auf der anderen Seite wird es weniger Schulanmeldungen an der Gescher-Dyk-Schule geben. Diese ist seit drei Jahren zweizügig, ist aber ursprünglich dreizügig ausgelegt und hat freie Räume. Bei Hilgenberg- und Hordtschule sind die Zahlen laut Günter Wewers ausgewogen.

Während in diesem Sommer 181 Schüler in Stadtlohn eingeschult wurden, werden es 2020 bereits 197 sein, 2021 sogar 249. Erst 2025 soll es mit 207 Anmeldungen wieder deutlich abwärts gehen.

Die Fliednerschule ist zweizügig ausgelegt. „Sie wird in den nächsten fünf Jahren einen massiven Zulauf haben“, so Wewers. Dazu komme, dass die Schule als DAZ-Schule (Deutsch als Zielsprache) nur maximal 24 Schüler aufnehmen kann. Normalerweise sind es 28. Das Gebäude allerdings bietet keinen Platz, um die Zügigkeit auszuweiten.

2021 wird mit 19 Ablehnungen gerechnet

2020 wird noch mit fünf Ablehnungen an der Fliednerschule gerechnet. 2021 könnten es bereits 19 sein, 2022 dann 13. Die Stadtverwaltung geht ausgehend von den Übergangszahlen der vergangenen Jahre davon aus, dass 2021 dann 67 Kinder an der Fliednerschule angemeldet würden. Würde jedes Kind an die nächstgelegene Schule gehen, wären es sogar 101.

Umgekehrt wohnen im Einzugsgebiet der Gescher-Dyk-Schule 32 Kinder, die 2021 eingeschult werden, gerechnet wird dort mit 64 Anmeldungen, 20 weniger als dort Platz haben. Im kommenden Jahr werden voraussichtlich 51 Kinder hier angemeldet.

An der Hilgenbergschule wird 2020 mit 49 Anmeldungen gerechnet, 2021 mit 62 Anmeldungen, das sind vier weniger als möglich. An der Hordtschule könnten es im kommenden Jahr 44, 2021 dann 55 sein, eine weniger als möglich.

Die Hilgenbergschule, so stellte die Verwaltung in der Ausschusssitzung vor, kann nur einen kleinen Teil der an der Fliednerschule abgelehnten Schüler übernehmen. Auch an der Hordtschule seien Kapazitäten für zusätzliche Aufnahme von Schülern nur begrenzt vorhanden.

Dass die Fliednerschule wegen des Zulaufs einen Anbau bekommt, ist zurzeit nicht im Fokus der Stadt. Günter Wewers: „Eine Umverteilung ist logischer.“

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