Neue Sendeanlagen auf dem Wasserturm schließen LTE-Funkloch in Stadtlohn

dzMobilfunknetz

Vodafone installiert auf dem ehemaligen Wasserturm in Stadtlohn neue technischen Sendeanlagen. Damit schließt der Mobilfunkbetreiber ein LTE-Funkloch für rund 5000 Menschen.

Stadtlohn

, 18.06.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf dem denkmalgeschützten Wasserturm an der Eschstraße/Töpferstraße in Stadtlohn führt der Mobilfunkbetreiber Vodafone Bauarbeiten durch, um die dortige Mobilfunkstation zu modernisieren. Dabei wird Vodafone nach eigenen Angaben erstmals die mobile Breitbandtechnologie LTE („Long Term Evolution“) auf dieser Mobilfunkstation installieren, um das vorhandene LTE-Funkloch zu schließen.

Breitbandinternet für unterwegs

Von dieser Investitions-Maßnahme in Höhe von etwa 100.000 Euro profitieren nach Vodofone-Angaben rund 5000 Einwohner und Gäste im Umkreis der Mobilfunkstation, indem sie erstmals an das LTE-Netz angebunden werden. Die LTE-Technik ermöglicht „Handygespräche in kristallklarer Qualität und Breitbandinternet für unterwegs“, so der Mobilfunkbetreiber.

Dank LTE können die Nutzer zum Beispiel HD-Filme blitzschnell downloaden, Musikvideos in Top-Qualität genießen und Live-Übertragungen von großen Kultur- und Sportereignissen auch unterwegs auf dem Smartphone oder Tablet in HD-Qualität anschauen.

LTE-Versorgung verbessert Wettbewerbswähigkeit von Firmen

Auch für die Hotels, Gaststätten und mittelständischen Betriebe in Stadtlohn bringe die neue LTE-Versorgung eine signifikante Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit, denn eine starke Netzinfrastruktur sei im digitalen Zeitalter der entscheidende Rohstoff für Wachstum, Arbeitsplätze und Wohlstand der Region, heißt es in einer schriftlichen Antwort auf eine Anfrage unserer Redaktion. An der neuen LTE-Station aktiviert Vodafone die Technologie LTE 800 und schafft damit ein Maschinennetz („Narrowband IoT“) für smarte Städte und Industriehallen.

Wasserturm sicherte von 1930 bis 1976 die Wasserversorgung

Der 36 Meter hohe Wasserturm wurde von 1930 bis 1976 für die Wasserversorgung der Stadt genutzt. 1979 verkaufte ihn die Stadt an den Privatmann, der auf den drei unteren Etagen Wohnungen einrichtete. 1984 wurde der Turm unter Denkmalschutz gestellt.Vodafone nutzt den alten Wasserturm bereits seit 1993 als Mobilfunkstation. Dieser Standort wird jetzt um die Breitband-Technologie LTE erweitert.

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Die Vorgeschichte des Wasserturms begann vor rund hundert Jahren, so Stadtarchivar Ulrich Söbbing. Damals saßen die Stadtlohner immer wieder mal auf dem Trockenen. Weil am Kalkwerk in Hundewick unkontrolliert Wasser abgepumpt wurde, fehlte den Hausbrunnen der Haushalte und den Textilfabriken immer wieder das kostbare Nass.

Jetzt handelte die Stadtverordnetenversammlung schnell: 1929 wurde der Bau beschlossen. Schon 1930 wurde das Wasser aus mehreren Brunnen in Upgangs Weiden im Berkeltal in den 25 000 Liter fassenden Tank des Wasserturms in 30 Meter Höhe gepumpt. So wurde ein verlässlicher Wasserdruck im Trinkwassernetz gesichert.

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