Nach einem aktiven Corona-Fall bei einem Mitarbeiter in der Gärtnerei brachte die Testreihe in der Belegschaft beim Biohof Lesker ausschließlich negative Ergebnisse. Der Betrieb konnte folglich wieder aufgenommen werden. © Markus Gehring
Vorsichtsmaßnahme

Nach Corona-Fall: Biohof Lesker nimmt Betrieb nach Negativ-Testreihe wieder auf

Nach einem Corona-Fall hatte der Biohof Lesker den Betrieb komplett eingestellt. Sämtliche weiteren Mitarbeiter wurden nun negativ getestet, der Hofladen wurde entsprechend wieder geöffnet.

„Gute Nachrichten!“ Diese konnte der Biohof Lesker am Donnerstagmorgen über seine sozialen Medien verkünden. Sämtliche weiteren Mitarbeiter, die nach einem positiven Corona-Fall bei einem Mitarbeiter der Gärtnerei getestet worden waren, wurden negativ getestet. Daher konnte der Hofladen bereits am Donnerstagnachmittag wieder geöffnet werden, der Lieferservice wird wieder ab Montag, 9. November, angeboten.

Erleichterung machte sich am Donnerstagmorgen im Team von Bio-Lesker breit, als die Ergebnisse der Testung durch ein Labor in Reken vorlagen. „Wir hatten schon damit gerechnet, weil das Gesundheitsamt die Gefahr der Weitergabe des Virus als sehr gering eingeschätzt hatte. Aber ein gewisses Restrisiko gibt es bekanntlich immer“, berichtet Geschäftsführer Franz-Josef Lesker. Die Maßnahme, den gesamten Betrieb am Dienstag vorerst zu schließen, habe sich als die richtige erwiesen – so drastisch diese auch gewesen sei. Darauf deutete auch der durchweg positive Zuspruch in den sozialen Medien hin. Der betroffene Mitarbeiter hatte sich sofort in häusliche Quarantäne begeben.

„Die Transparenz war uns wichtig“

Dass man den Schritt öffentlich so gegangen ist, dazu fühle mach sich gerade als Biobetrieb verpflichtet. „Die Transparenz war uns wichtig“, so Lesker. Da die Rückverfolgung in diesem Fall für ihn nicht zu einhundert Prozent sicher nachvollziehbar gewesen sei, habe man sich dazu entschlossen, „alles umgehend herunterzufahren“. „Da steht der Mensch eindeutig über wirtschaftlichen Interessen“, pflichtet Ulrike Heidemann (Marketing) bei.

Es sei ein gutes Zeichen, dass man nun die Bestätigung erhalten habe, dass das Hygienekonzept greift, so Lesker: „Wir haben durch Corona auch Wachstum gehabt. Als Kleinbetrieb mit zwei Bereichen – Vermarktung und Gärtnerei – versuchen wir eine Trennung der Teams bestmöglich hinzubekommen. Vermischungen lassen sich aber verständlicherweise nicht immer vermeiden.“

Das Ergebnis bestätige den Geschäftsführer nun in einem weiteren Aspekt: „Wir haben eine sehr verantwortungsvolle Mitarbeiterschaft, die Privatkontakte auf ein Minimum heruntergefahren hat.“ Und entsprechend sei man es diesen wie auch den Kunden gegenüber auch schuldig, diese bestmöglich zu schützen. Jetzt könne man den Blick wieder befreit nach vorne richten.

Franz-Josef Lesker erkennt den „psychologischen Aspekt“: „In einer solchen Phase hängt doch irgendwie ein Damoklesschwert über allem, eine Belastung für alle Mitarbeiter. Nun ist dieses der Erleichterung gewichen.“

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