Ministerin: Pferdeskulptur setzt starken Akzent im Herzstück der Stadt

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Mit den beiden Bronzepferden erhält Stadtlohn eine Erinnerung an die Kunststation 2019. Ministerin Ina Scharrenbach würdigte die Idee. Im Gepäck hatte sie den Zuwendungsbescheid des Landes.

Stadtlohn

, 05.06.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Der Markt ist das Herzstück einer jeden Stadt.“ Darum müsse er belebt werden. Die jetzige Generation habe die Aufgabe, diese Bedeutung für die Zukunft zu bewahren. Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, drückte in Worten das aus, was sich die Initiatoren der Kunststation 2019 zu einem Thema gemacht hatten. Mitgebracht hatte die Ministerin den Zuwendungsbescheid in Höhe von 40.000 Euro aus dem Heimatfonds des Landes zur Förderung des Erwerbs des Teilprojekts Pferdeskulptur der Kunststation – unter anderem, um die Erinnerung an diese Aktionswochen mit Kunst und Musik aufrechtzuerhalten. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 95.000 Euro.

Herausragendes Engagement für die Heimatförderung

„Ziel der Heimatförderung des Landes ist es, Projekte zu unterstützen, die Menschen verbinden, die die Gesellschaft stärken. Dafür braucht es Menschen wie Sie. Mit dem ehrenamtlichen Engagement vieler und den tollen Mitmachaktionen ist Ihnen das herausragend gelungen“, richtete Ina Scharrenbach insbesondere einen Dank an die Initiatoren der Kunststation, Irmgard und Ludger Gevers.

Ministerin Ina Scharrenbach überreichte den Zuwendungsbescheid an Bürgermeister Helmut Könning.

Ministerin Ina Scharrenbach überreichte den Zuwendungsbescheid an Bürgermeister Helmut Könning. © Michael Schley

Irmgard Gevers berichtete, dass sie für ihr Anliegen, die neu gestaltete Innenstadt mit ihrem Projekt bereichern zu wollen, seinerzeit bei der Stadt „auf offene Ohren gestoßen“ seien. Die Bronzepferde des Künstlers Johannes Brus seien heute ein Anziehungspunkt gerade für Kinder und vor allem ein beliebtes Fotomotiv, erklärte Ludger Gevers. „Wir haben uns viele der tollen Kunstwerke angeschaut, bei den Pferden haben wir sofort gedacht, das passt“, ergänzte Irmgard Gevers.

Skulptur wertet Marktplatz weiter auf

Bürgermeister Helmut Könning betonte, dass der Markt gerade an diesem Donnerstagnachmittag „seinem Namen alle Ehre“ mache. „Die Kunststation 2019 hat wesentlich dazu beigetragen, den Markt als Ort der Begegnung und der Kommunikation und die positive städtebauliche Entwicklung der Stadt aufzuwerten“, so Könning.

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Diese Skulptur habe sich als einer der Publikumslieblinge herausgestellt, warum es der ausdrückliche Wunsch vieler Stadtlohner gewesen sei, einen Blickfang zu erwerben und diese Pferde am Ort zu behalten. Mit dem Zuwendungsbescheid sei ein „Meilenstein“ auf dem Weg dorthin gesetzt worden, sagte der Erste Beigeordnete Günter Wewers.

Die Initiatoren Irmgard und Ludger Gevers berichteten von ihrem Projekt und freuten sich, dass mit der Skulptur an zentralem Ort eine Erinnerung an die Kunststation 2019 erhalten bleibt.

Die Initiatoren Irmgard und Ludger Gevers berichteten von ihrem Projekt und freuten sich, dass mit der Skulptur an zentralem Ort eine Erinnerung an die Kunststation 2019 erhalten bleibt. © Michael Schley

Dass man nicht nur gegenständliche, sondern auch besonders heimatverbundene Kunst erhalte, das bestätigte der Stadtarchivar Ulrich Söbbing. Zum einen präsentierte er erste Nachweise von Pferden als Last- und Arbeitstiere, die bis ins 16. Jahrhunderte zurückreichten: „Zudem gab es nicht nur in Dülmen, sondern auch in Stadtlohn Wildpferde.

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Davon zeugen Belege aus dem 17. Jahrhundert.“ Später brachten diese unter anderem das Bier aus Dortmund in die Stadt, der älteste Stadtplan zeigte, dass viele Höfe besonders große Tore aufwiesen, durch die die Pferdegespanne einfuhren.

Pferde hatten und haben große Bedeutung in Stadtlohn

Bis in die 80er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts nutzten Landwirte Pferde noch für die Feldarbeit. Heute noch seien Pferde wichtige Symbole in der Brauchtumspflege, dazu habe auch der Pferdesport eine feste Heimat in der Stadt. „Man kann also durchaus noch behaupten, dass Stadtlohn immer noch eine Pferdestadt ist“, so Söbbing.

Als eine der wohl letzten Gäste der Stadt in der Amtszeit von Bürgermeister Helmut Könning trug sich Ministerin Ina Scharrenbach in der Goldene Buch der Stadt Stadtlohn ein.

Als eine der wohl letzten Gäste der Stadt in der Amtszeit von Bürgermeister Helmut Könning trug sich Ministerin Ina Scharrenbach in der Goldene Buch der Stadt Stadtlohn ein. © Michael Schley

Und die Skulptur sorge nun noch mehr dafür, dass der Markt ein „lebendiger Treffpunkt“ bleibe, so Helmut Könning. „Schön, dass auf diese Weise etwas von der Kunststation bleibt“, freute sich Irmgard Gevers. Und sie blickte bereits voraus: „Es wäre doch schön, wenn sich Ähnliches zur Eröffnung des Mühlengeländes einmal wiederholen ließe.“

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