Kleine Artisten ganz groß

STADTLOHN . Drehende Teller, kleine Artisten auf dem Drahtseil und eine Menschenpyramide - die Schüler des Schulzirkus üben fleißig, damit jedes Kunststück auch perfekt vorbereitet ist. Am Freitag heißt es dann im Ferienprogramm: "Manege frei!"

von von Kai Lübbers

, 14.08.2013, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Hula-Hoop-Reifen kreisen, die Teller werden auf Stöcken balanciert, und die Clowns üben für die große Lachnummer. Freitag soll jeder Trick und jeder Kniff perfekt sitzen. Jeden Vormittag üben die Kinder für ihren großen Auftritt.

Der Schulzirkus Merlin findet im Rahmen des Ferienprogramms statt. Barbara Berardis arbeitet beim Jugendwerk Stadtlohn und betreut die Zirkuswoche, die in Kooperation mit dem Haus Hall stattfindet. "Gerade im Zirkus kann jedes Kind seine Fähigkeiten gut einbringen, egal ob behindert oder nicht behindert", erklärt sie.

Übung macht den Meister

Insgesamt 45 Kinder zwischen acht und 14 Jahren haben sich auf dem Schulhof der Owweringschule eingefunden und trainieren fleißig ihre vielfältigen Kunststücke. Ring um Ring wirft der neunjährige Jack um das Hütchen. "Das ist eine Aufgabe, die ich mir für Freitag gut vorstellen könnte", erklärt er.

Josef Spindler übt mit den Kindern die verschiedenen Tricks. "Ich habe beobachtet, dass viele Kinder mit der Motorik Probleme haben. Das hat in den letzten Jahren zugenommen", beschreibt er. Seine Frau Liana kümmert sich um eine Kindergruppe, die Teller balanciert. "Das erfordert eine gute Koordination im Handgelenk. Der Schwung muss richtig sitzen", erklärt sie ihren aufmerksam zuhörenden Schülern.

Basteln und Spiele

Nachmittags kümmern sich Barbara Berardis und ihr Kollege Philipp Winhuysen um das Ferienprogramm. "Wir basteln Utensilien für den Zirkus wie Tanzstäbe und Jonglierbälle oder spielen Mannschaftsspiele", beschreibt sie.

Von Tag zu Tag steigt das Lampenfieber bei den kleinen Artisten - Freitag, zur großen Vorstellung, werden über 200 Zuschauer erwartet. "Ein Zirkus ist wie ein Puzzle, erst in der Manege fügt sich dann alles zusammen", ist auch Zirkusdirektor Josef Spindler gespannt, ob sich die vielen Proben gelohnt haben und alle einstudierten Kunststücke klappen.

 

 

 

 

 

 

 

Lesen Sie jetzt