Gruppe erobert mit dem Segway die Radwege zwischen Stadtlohn und Büren

dzUngewohntes Gefährt

Auf dem Segway das Münsterland erkunden. Keine schlechte Idee, doch vor der großen Tour steht erst einmal die Gewöhnung an das Gefährt auf dem Plan.

09.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Michael Schaumberg vom Segway Ahaus hatte am Samstag wieder viel aus seinem Transporter auszuladen: 12 Segways stellte er für seine Gäste parat, die er am Hallenbad in Stadtlohn erwartete. „Kegelclubs, Stammtische oder auch Paare buchen diese Touren bei uns,“ sagt Schauberg. „Wir sind bis Dezember ausgebucht.“

Das Stadtmarketing Stadtlohn hatte zu der Schnuppertour eingeladen. Und zehn angehende Segway-Fahrer stehen also gespannt um ihr neues Fahrzeug herum und betrachten es von allen Seiten. „Wofür ist denn dieser Hebel? Ist es überhaupt schon an?“, fragen sie. Die Stimmung ist gespannt. Sie alle können es gar nicht abwarten, die Segways endlich auszuprobieren.

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Mit dem Segway von Stadtlohn nach Büren

Segways sind im Münsterland immer noch eher seltene Gefährte. In Stadtlohn hat sich jetzt eine Gruppe zu einer kleinen Tour aufgemacht – nach einer genauen Einweisung.
08.07.2019
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Segway-Tour© Heike Bierkämper
Segway-Tour© Heike Bierkämper
Segway-Tour© Heike Bierkämper
Segway-Tour© Heike Bierkämper
Schnell wurden die Teilnehmer der Gruppe nach den ersten Fahrversuchen mutiger: Vorwärts, rückwärts, enge Kurven – auf dem Segway kein Problem. © Heike Bierkämper
Bis nach Büren zum Landgut Ritter ist die Gruppe gefahren. Nachdem die ersten Hemmungen ablegt waren, fuhren die Teilnehmer rasant durch die münsterländische Landschaft. © Heike Bierkämper
Unfallfrei ist die Gruppe auf den ungewohnten Fahrzeugen in Büren angekommen. Für alle Beteiligten ein großer Spaß. © Heike Bierkämper

Doch erst mal steht die Einweisung auf dem Programm. „Natürlich darf man nicht alkoholisiert damit fahren und braucht einen Mofa Führerschein“, erklärt Schaumberg. Das steht so in der Straßenverkehrsordnung. Auch ist ein Mindestgewicht von 45 Kilo und ein Maximalgewicht von 118 Kilogramm einzuhalten. Das hat ganz praktische Gründe: Denn das Elektrofahrzeug wird per Gewichtsverlagerung beschleunigt und gebremst.

Gleichgewicht ist alles

„Das Wichtigste ist die Steuerung“ sagt er und hält ein kleines Gerät hoch. In ihm ist der Gleichgewichtssinn des Segways versteckt. Denn das zweirädrige Gefährt wird durch einen Computer in der Waage gehalten. „Der grüne Punkt muss leuchten, dann könnt ihr aufsteigen“, sagt Michael Schaumberg. Was einfach klingt, erfordert etwas Überwindung: Ein Bein auf das Segway stellen und dann ist es wie ein Schritt auf einer Treppe. „Einfach hochgehen“, sagt Michael Schaumburg lachend und führt es den Teilnehmern vor.

„Es sieht wirklich recht einfach aus“ sagt Thorsten, der heute hier mit seinen Freunden eine Junggesellenabschiedstour unternimmt. „Wenn ihr absteigen wollt, muss eurer Segway ganz ruhig stehen, also den Hebel nicht mehr bewegen und dann könnt ihr einfach erst ein Bein nach hinten und dann das zweite schnell hinterher absetzen“, erklärt Schaumberg und fragt nun in die Runde: „Und, wer traut sich nun als erstes?“

Schaumberg nimmt sich für jeden Fahrer die Zeit, hilft ihnen, alles kennenzulernen und auszuprobieren. Schon nach wenigen Minuten drehen die Ersten zügige Runden auf dem Parkplatz. Vorwärts, rückwärts und in engen Kurven. „Ist gar nicht so schwer“, ist die einhellige Meinung. Nach der Eingewöhnung folgt die große Tour. Bis zur Gaststätte Ritter soll es gehen.

Viele Blicke

Auf der Tour werden die Teilnehmer – anfangs noch etwas verkrampft – von neugierigen Blicken verfolgt, seien es Fahrradfahrer, Bierbikes oder Passanten, die am Wegesrand stehen. Leider ist die Tour, dann aber nach ca. 2,5 Stunden dann doch irgendwann vorbei und alle sind wieder auf dem Parkplatz angekommen.

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