Nach der Stadt Vreden wird auch die Gemeinde Südlohn das Bauvorhaben am Reittherapiezentrum in Stadtlohn finanziell nicht unterstützen. © Markus Gehring
Vereinsförderung

Gemeinde Südlohn folgt Vreden: Keine Förderung für Fortuna-Großprojekt

Nach Vreden wird auch Südlohn den Antrag des Stadtlohner Vereins Fortuna zur Förderung des „Hauses der Begegnung“ ablehnen. Damit folgt die Gemeinde auch einem Leitvorschlag der Bürgermeister.

Nach der Stadt Vreden wird sich auch die Gemeinde Südlohn nicht finanziell am Projekt „Haus der Begegnung“ am Reittherapiezentrum Stadtlohn beteiligen. Das ist das Ergebnis der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Kultur, Sport und Ehrenamt. Damit folge die Gemeinde auch einem Leitvorschlag, der auf Bürgermeisterebene festgelegt wurde, erklärte Bürgermeister Werner Stödtke,

Der Verein Fortuna hatte auch die Gemeinde Südlohn um Unterstützung bei diesem Großprojekt, das zukünftig die Beherbergung von Menschen mit Behinderung, Familien mit behinderten Kindern und Jugendlichen aus ganz Deutschland und dem Ausland möglich werden lassen soll, gebeten. Die Gesamtbaukosten belaufen sich einschließlich Inventar auf rund 4,5 Millionen Euro, so steht es in der Sitzungsvorlage.

Weiter: Über 30 Jahre habe der Verein bis heute auch für Menschen mit Behinderung aus Südlohn Leistungen für die Teilnahme an der Reittherapie erbracht, wenn diese nicht imstande waren, die Teilnahmegebühr zu bezahlen. Die Höhe der möglichen Förderung wird offengehalten.

Bürgermeister: „Super Projekt mit Strahlwirkung“

Bürgermeister Werner Stödtke berichtete, dass der Tenor auf Bürgermeisterebene gewesen sei, dieses Anliegen ablehnend zu begleiten. „Es ist zweifellos ein super Projekt mit einer enormen Strahlwirkung“, so Stödtke. Das vorbildliche Engagement des Vereins verdiene höchste Anerkennung, hierüber seien sich auch die Vertreter der Arbeitsgemeinschaft der Bürgermeister und Beigeordneten einig gewesen, heißt es in der Sitzungsunterlage.

Letztlich hätten sich aber die Vertreter der angeschriebenen Kommunen – vorbehaltlich der Zustimmung in den jeweiligen Fachausschüssen – gegen einen Zuschuss ausgesprochen, um keinen Präzedenzfall zu schaffen.

Der Bürgermeister zog den Bogen nach Südlohn. „Wir haben enorme Investitionen vor der Brust. Ein solcher Zuschuss würde weit über das hinausgehen, was wir leisten können“, so Werner Stödtke. Zuschüsse müssten „überregional aufgesetzt“ werden.

Einstimmung lehnten die Ausschussmitglieder den Antrag von Fortuna ab, die Gemeinde Südlohn wird sich nicht am Bauvorhaben „Haus der Begegnung“ beteiligen.

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