Geldsegen vom Land bringt Reithallen-Sanierung in Stadtlohn auf Trab

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Das Corona-Jahr war schwierig für den Reitverein St. Martin in Stadtlohn. Aber jetzt gibt es einen finanziellen Lichtblick. Das Land fördert die Sanierung der Reitanlage mit einer hohen Summe.

Stadtlohn

, 19.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Geldsegen aus Düsseldorf bringt die Sanierung der Reithalle des Reitvereins St. Martin auf Trab. Die Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen hat neue Fördersummen für die Sportstättenförderung bekanntgegeben. Der Reitverein St. Martin erhält 76.154 Euro zur baulichen und energetischen Modernisierung sowie Instandsetzung der Gebäude auf der Reitsportanlage. Das hat jetzt die Landtagsabgeordnete Heike Wermer (CDU) mitgeteilt.

„Das Geld wird bitter nötig gebraucht“

„Wir freuen uns sehr über diese Förderung. Das ist sehr viel Geld. Aber es wird auch bitter nötig gebraucht“, sagt Markus Weber, der Vorsitzende des Reitvereins. Es gebe einen erheblichen Sanierungsstau an der Reithalle aus den 1960er-Jahren. Mit Spenden und viel Eigenleistung konnte der Verein noch aus eigenen Kräften die Toilettenanlage sanieren.

Aber die dringend notwendige Erneuerung des großen Springplatzes und des Abreiteplatzes, des Sandplatzes in der Halle und der Heizungsanlage konnte der Verein noch nicht stemmen. „Auf dem Gehweg hebt das Wurzelwerk die Platten an und schafft Stolperfallen. Die Fensterbänke sind marode. Die Deckenleuchten sollen gegen energiesparende LED-Lampen ausgetauscht werden. Wir brauchen auch noch ein Pflegegerät für den Sandplatz...“ – Markus Weber fallen noch viele andere Baustellen aus dem Investitionsplan des Heimatvereins ein.

Reiter investieren auch Eigenleistung

Reichen denn da die 76.000 Euro überhaupt? „Wir könnten auch noch mehr gebrauchen“, sagt der Vorsitzende. „Wir sind aber unterm Strich super zufrieden mit der Förderung.“ Die Fördersumme decke 84 Prozent des Investitionsplans ab. Den Rest bringt der Reitverein in Eigenleistungen auf. Der Reitverein zählt 170 Mitglieder, darunter 146 aktive Reiterinnen und Reiter.

Die Förderzusage im Rahmen der aktuellen Förderperiode des Programms „Moderne Sportstätte 2022“ ist ein Lichtblick in einem finanziell schwierigen Coronajahr. Markus Weber: „Das war eine teure Zeit für den Verein. Der Reitunterricht fand nicht statt. Aber die Kosten für Trainer und Pferde liefen weiter ohne die Einnahmen. Dann ist auch noch das Turnier ausgefallen und damit eine der wichtigsten Einnahmequellen.“ Glücklicherweise habe der Verein vorher solide gewirtschaftet und sich ein Polster angelegt.

Es geht sofort los

Und wann startet das Sanierungsprogramm? „Jetzt!“, sagt Markus Weber. Begonnen werden soll mit dem Austausch des Sandes in der Reithalle und der Sanierung des Abreiteplatzes.

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Landtagsabgeordnete Heike Wermer erklärte zur Förderzusage: „Letztlich werden die Vereine so in die Lage versetzt, eine attraktive und ansprechende Infrastruktur anzubieten. Es ist ein schönes Signal, wenn das Land den Vereinen bei den wichtigen Maßnahmen vor Ort unter die Arme greift. Die Förderung stärkt letztlich die wichtige gesellschaftliche Funktion des Vereinslebens.“

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