Eisenbahnmuseum: Alte Signalanlagen weisen Weg in die Eisenbahngeschichte

dzWLE-Eisenbahnmuseum

Die Sammlung des Stadtlohner WLE-Eisenbahnmuseums wächst weiter. Jetzt wurden neue Signalmasten an der Bahnallee aufgestellt. Und ein alter Lokführer brachte mehr als nur viele Erinnerungen mit.

Stadtlohn

, 08.09.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Für die meisten sind die orangefarbenen Scheiben, die Kreise, Dreiecke und Balken nur geheimnisvolle Zeichen, für die Stadtlohner Eisenbahnfreunde aber sind sie Zeugnisse einer untergegangenen Epoche. Das WLE-Eisenbahnmuseum hat jetzt zwei im Mai erworbene alte Signalanlagen aufgestellt.

Sammlerstücke im Internet entdeckt

Das mechanisch betriebene Gleissperrsignal und ein gasbefeuertes Vorsignal stammen aus einer privaten Sammlung aus Hilchenbach bei Siegen. „Wir haben die Sammlerstücke im Internet entdeckt“, berichtet der Vorsitzende des Stadtlohner Eisenbahnclubs, Rembert Vehlken. Für ihn und den Museumsgründer Heinz Garwer sind die neuen Signale wichtige Ergänzungen der umfangreichen eisenbahnhistorischen Sammlung.

Paul Garwer, Enkel des Museumsgründers Heinz Garwer, nimmt die neuen Ausstellungsstücke des Eisenbahnmuseums in Augenschein.

Paul Garwer, Enkel des Museumsgründers Heinz Garwer, nimmt die neuen Ausstellungsstücke des Eisenbahnmuseums in Augenschein. © Stefan Grothues

„Wir sind ständig bemüht, unsere Sammlung weiter auszubauen“, sagt Heinz Garwer. In diesem Sinne war der vergangene Sonntag für ihn ein echter Glückstag, als Alfred Bone das Museum besuchte. Der heute 80-jährige Rentner aus Velen fuhr bis zur Stilllegung der Strecke 1988 auf dem Abschnitt Wanne-Eickel, Borken, Stadtlohn und Vreden.

Signalhorn und Eisenbahnlaternen

Für Heinz Garwer war das nicht nur eine Möglichkeit zu Fachsimpeleien. Heinz Bone hatte auch noch Geschenke für das Eisenbahnmuseum dabei: Ein Signalhorn, mehrere Eisenbahnlaternen aus verschiedenen Epochen – carbidbefeuert oder batteriebetrieben – sowie eine alte Bahn-Uhr.

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Zu bewundern sind die neuen Ausstellungsstücke im WLE-Eisenbahnmuseum. Es ist letztmalig regulär am Sonntag, 4. Oktober, von 14 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet. Darüber hinaus sind Besuche für Gruppen und Vereine nach vorheriger Anmeldung bei Heinz Garwer unter Tel. (0170) 5 48 35 57 möglich.

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