Ganz ungezwungen soll die Diskussionsrunde mit den beiden Bürgermeisterkandidaten sein. Um das zu unterstreichen, legen die Organisatoren vom Juko auch mal die Füße auf den Tisch; von links: Cora Belker, Alida Schichal, Aidan Ellerkamp, Nele Eckelmann und Darius Sonnenberg. © Stefan Grothues
Jugendarbeit

Das Jugendwerk Stadtlohn bekommt zusätzliche Räume an der Gartenstraße

Das Jugendwerk bekommt mehr Platz und das Juko einen eigenen Raum. Einstimmig hat sich der Sozialausschuss zu diesem Schritt entschlossen. Dafür muss aber einem Mieter gekündigt werden.

Das Jugendwerk Stadtlohn ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Mehr Aufgaben. Mehr Personal. Nur die Räumlichkeiten haben sich seit zehn Jahren nicht mehr verändert. „Wir haben schon lange ein Platzproblem“, erklärte Eva Vehring, die pädagogische Leiterin des Jugendwerks in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses.

Acht pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Vier Sozialpädagoginnen und eine Jahrespraktikantin arbeiten im Bereich Offene Kinder- und Jugendarbeit: im Jugendbüro, in der Aufsuchenden Jugendarbeit, im Jugendhaus Jump In sowie in Integrationsprojekten. Drei weitere Sozialpädagoginnen und -pädagogen sind in der Schulsozialarbeit tätig, eine vierte Stelle in diesem Bereich wird jetzt geschaffen.

Das Jugendwerk nutzt seit zehn Jahren das Jugendcafé Jump In an der Dufkampstraße sowie das Erdgeschoss in einem Einfamilienhaus an der Gartenstraße. Dort am Busbahnhof war einst auch die Polizei untergebracht.

Das Jugendwerk nutzt bislang nur die Erdgeschossräume in diesem Haus an der Gartenstraße. Das bislang vermietete Obergeschoss soll demnächst auch dem Jugendwerk zur Verfügung gestellt werden.
Das Jugendwerk nutzt bislang nur die Erdgeschossräume in diesem Haus an der Gartenstraße. Das bislang vermietete Obergeschoss soll demnächst auch dem Jugendwerk zur Verfügung gestellt werden. © Markus Gehring © Markus Gehring

„Wir behelfen uns schon seit Jahren, es ist sehr sehr eng“, so Eva Vehring vor den Politikern. Die Situation belegte sie mit zahlreichen Fotos: In allen Fluren und Räumen stapeln sich pädagogische Materialien, die für die Arbeit gebraucht werden. „Es fehlt der Lagerplatz. Und das gewählte Jugendkomitee hat auch keinen eigenen Raum für sich“, beklagte Eva Vehring.

Eigenbedarfskündigung schafft Platzangebot im Obergeschoss

„Da die Arbeit des Jugendwerkes immer wichtiger wird und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbstverständlich einen vernünftigen Arbeitsplatz benötigen, schlagen wir vor, dass zusätzliche oder alternative Räume zur Verfügung gestellt werden“, mit diesem Antrag hatte Dr. Albert Daniels (FDP) das Thema auf die Tagesordnung des Sozialausschusses gebracht.

Der Erste Beigeordnete Günter Wewers präsentierte dem Ausschuss einen Lösungsvorschlag, der nach seinen Worten „schnell, praktikabel und kostengünstig“ sei: Das Jugendwerk könne das bislang als Wohnung vermietete Obergeschoss künftig mitnutzen. Dafür seien aber eine Eigenbedarfskündigung und Umbauarbeiten erforderlich.

„Wir können uns sehr mit dem Gedanken anfreunden, das Obergeschoss mitzunutzen“, erklärte Eva Vehring. Und Darius Sonnenberg vom Juko freute sich sichtlich: „Wir würden uns sehr über einen eigenen Juko-Raum freuen. Die Lage ist perfekt, das Jump In ist nahe.“

So sahen das auch die anderen Ausschussmitglieder. Einstimmig beschlossen sie, das Obergeschoss des Hauses an der Gartenstraße 3 dem Jugendwerk zur Verfügung zu stellen.

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Stefan Grothues

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