GSG-Schulleiter Jochen Wilsmann und seine Stellvertreterin Brigit Prangenberg hängten schon im Frühjahr im gesamten Schulgebäude Schilder auf. Die Umsetzung der Corona-Maßnahmen kostete am Gymnasium knapp 11.000 Euro. © Stefan Grothues
Coronavirus

Corona-Maßnahmen in Stadtlohner Schulen kosten bisher 40.000 Euro

Rund 40.000 Euro hat die Stadt Stadtlohn bisher in Maßnahmen gesteckt, die das Ansteckungsrisiko in Schulen minimieren soll. Schon jetzt ist klar: Weiteres Geld wird fließen.

Seit mittlerweile neun Monaten hält das Coronavirus Deutschland in Atem. In Stadtlohn gab es die ersten offiziellen Fälle zwar erst Mitte März, doch schon zuvor beschäftigten sich Rat und Verwaltung mit dem Thema – auch mit Blick auf die Schullandschaft. Am 27. Februar erhielten die Direktoren bereits die erste Mitteilung über Schutzmaßnahmen. Viele weitere sollten folgen.

Klaus-Dieter Weßing, Fachbereichsleiter Schule, Kultur und Sport bei der Stadt Stadtlohn, stellte in der jüngsten Ausschusssitzung die Auswirkungen der Pandemie auf den Schulbetrieb vor. Vorweg schickte er ein großes Lob an Lehrer und Schulleiter: „Sie alle haben in der Krise einen fantastischen Job gemacht und teilweise ihre Wochenenden geopfert.“ In Zusammenarbeit mit der Verwaltung habe man Hygienekonzepte entworfen, Raumbelegungspläne erarbeitet, Einbahnstraßen in den Schulen eingerichtet und Reinigungspläne optimiert.

5500 Euro für Verstärkerbusse

Anschließend blickte der Fachbereichsleiter gemeinsam mit den Ausschussmitgliedern auf die nackten Zahlen. Stand Ende November hat die Umsetzung der verschiedenen Corona-Maßnahmen die Kommune knapp 40.000 Euro gekostet. Allein 5500 Euro mussten investiert werden, um den Busverkehr zu entzerren. „Dort besteht aber die berechtigte Hoffnung, dass die Kosten vom Land erstattet werden“, so Weßing.

Geld wurde außerdem in die Hand genommen, um die Hygiene in den Schulen zu erhöhen. „Wir haben unter anderem in zusätzliche Seifenspender, Papierhandtücher, Einweghandschuhe, Mund-Nasen-Bedeckungen und 150 Desinfektionsspender investiert“, berichtete Klaus-Dieter Weßing. Außerdem wurden an vielen Stellen Spuckschutzwände installiert, zum Beispiel an den Lehrerpulten in den Klassenräumen.

Zweite Mensa für Losbergschule

Ein Sonderfall war die Losbergschule, bei der sich der gebundene Ganztag als Problem herausstellte. „In der Mensa hätten die Abstände nicht eingehalten werden können, daher brauchte es dort eine zweite Räumlichkeit“, erklärte der Fachbereichsleiter. Diese Maßnahme führte zu deutlichen Mehrkosten.

Zwar vermochte Klaus-Dieter Weßing die Lage bei aktuell weiter steigenden Infektionszahlen nicht abschließend zu beurteilen, zog aber dennoch ein positives Zwischenfazit: „Dem guten Verhalten von Lehrern und Schülern sowie den guten Hygienekonzepten haben wir es zu verdanken, dass wir an Schulen erst wenige Coronafälle hatten.“ Bis zum Ende der vergangenen Woche wurden an fünf verschiedenen Schulen insgesamt sechs Personen positiv getestet, eine davon war eine Lehrkraft. Um auch in Zukunft die Zahlen niedrig zu halten, wurden nun unter anderem weitere Mund-Nasen-Bedeckungen beim Land bestellt. Sie sind für Schüler vorgesehen, die ihre Masken vergessen haben.

Über den Autor
1991 in Ahaus geboren, in Münster studiert, seit April 2016 bei Lensing Media. Mag es, Menschen in den Fokus zu rücken, die sonst im Verborgenen agieren.
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Johannes Schmittmann

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