ÖPNV

Bahnlinie Ahaus-Borken rückt wieder in den Blick

Wieder mit dem Zug von Ahaus nach Borken? - Der Kreis Borken sowie die Kommunen Borken, Südlohn, Stadtlohn und Ahaus sollen eine Machbarkeitsstudie zum Thema Eisenbahn erstellen lassen.
So wie hier zwischen Bocholt und Borken gibt es im Kreisgebiet einige stillgelegte Bahnverbindungen. Jetzt soll auch für die Strecke Ahaus–Borken untersucht werden, ob sich eine Wiederbelebung lohnen könnte. © Sven Betz

Das Ziel dieses Gutachtens: Kreis und Kommunen wollen klären, ob sich eine Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Ahaus und Borken lohnt.

Auf der Eisenbahnverbindung zwischen den Kreissitzen der früheren Kreise Borken und Ahaus hatte bis 1975 die Westfälische Landeseisenbahn Personen transportiert. Zwar ist die rund 32 Kilometer lange Schienenstrecke seitdem abgebaut worden, teils sei die Trasse jedoch noch vorhanden, berichtet der Kreis.

Machbarkeitsstudie könnte Aufschluss geben

Details und die grundsätzliche Frage, ob solch eine Studie in Auftrag gegeben werden soll, ist Thema bei der nächsten Sitzung des Kreisverkehrsausschusses. Der tagt am kommenden Montag, 22. Februar, ab 17 Uhr im Kreishaus. In ihrer Vorlage empfiehlt die Kreisverwaltung den Ausschussmitgliedern, die Studie in Auftrag zu geben.

Begründet wird dies unter anderem damit, dass sich eine Wiederbelebung positiv auf den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in der Region auswirken könnte. So seien die Städte Borken und Ahaus jeweils gut an bestehende regional genutzte Eisenbahnstrecken angebunden. Vom Bahnhof Borken gibt es Schienenpersonenverkehrs-Verbindungen (SPNV) nach Dorsten und Essen. Vom Bahnhof Ahaus fahren Züge nach Gronau, Enschede, Coesfeld und Dortmund. Von den Bahnhöfen Enschede, Dortmund und Essen wiederum bestehen Anschlüsse an den Fernverkehr.

Strecke könnte Verbindungsattraktivität erhöhen

Die Kreisverwaltung stellt fest: Eine Verbindung zwischen Ahaus und Borken und eine Anbindung von Stadtlohn und Südlohn über eine Eisenbahnstrecke könnte als direkte Verbindung die Reisezeiten verringern, die Verbindungsattraktivität verbessern und damit die Fahrgastzahlen im ÖPNV sowie im Schienenpersonennahverkehr insgesamt erhöhen.

Weiterhin heißt es in der Sitzungsvorlage: „Zusätzliche Fahrgastpotenziale können aus den Angebotsverbesserungen bei der Anbindung der Städte Ahaus und Borken durch eine S-Bahn Münsterland gewonnen werden, die sich derzeit in der Planung befindet. So sollen insbesondere die Verbindungen nach Münster und Enschede, aber auch nach Essen ausgebaut werden.“

Kreistag und Räte müssen über Studie abstimmen

Falls Kreis und Kommunen sich darauf einigten, eine Machbarkeitsstudie erstellen zu lassen, und der Kreistag ebenso zustimmte wie die beteiligten örtlichen Räte, wäre der Zweckverband Mobilität Münsterland (ZVM) sozusagen am Zug: Er müsste beschließen, den Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) mit der Erstellung der Machbarkeitsstudie zu beauftragen und die Kosten dieser Studie vollständig aus ZVM-Mitteln zu finanzieren.

Die Borkener Kreisverwaltung erläutert: Vereinbarungsgemäß werde der NWL dem ZVM die Kosten der Machbarkeitsstudie erstatten, falls die Studie die Kosten-Nutzen-Relation einer Wiederaufnahme des Zugverkehrs positiv bewerte.

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