Bagger graben am Fundament der Stadtlohner Berkelmühle

Innenstadt Stadtlohn

Die Stadt Stadtlohn wartet auf die Genehmigung für den Umbau der Berkelmühle. Derweil nimmt die Idee der Forschermühle Gestalt an: Ein Büro hat das Projektmanagement übernommen.

Stadtlohn

, 28.04.2019 / Lesedauer: 3 min
Bagger graben am Fundament der Stadtlohner Berkelmühle

An der Berkemühle haben in dieser Woche Erkundungsgrabungen im Fundamentbereich stattgefunden. © Stefan Grothues

Ein Bagger hat in dieser Woche am Fundament der Berkelmühle gegraben. Ist das das Zeichen für den Beginn des umfangreichen und von vielen Stadtlohnern langersehnten Umbaus des historischen Mühlengebäudes? Nicht ganz. „Wir warten noch auf die Baugenehmigung durch den Kreis Borken, die jetzt jederzeit erteilt werden kann“, sagt Gerd Große Frericks. Die jetzigen Tiefbauarbeiten dienten lediglich der Erkundung des Fundamentbereichs, so der Mitarbeiter des Fachbereichs Planen und Bauen der Stadt Stadtlohn.

Bagger graben am Fundament der Stadtlohner Berkelmühle

Freuen sich auf die Forschermühle: Citymanager Giampietro Salerno, Hermann Kösters (Stadt Stadtlohn), Veronika Droste (WfG Kreis Borken), Alexander Jaegers (Projaegt GmbH) und Bürgermeister Helmut Könning. Regionalmanagement © Stefan Grothues

Mit dem Ergebnis der Erkundungen zeigte sich Gerd Große Fericks zufrieden. „Es ist alles so, wie wir es erwartet haben.“ Seinen Eindruck untermauert er mit historischen Fotos der Vorgängermühle, die er eigens zu Vergleichszwecken mitgebracht hat. Die Erkenntnisse seien nicht nur für die Sanierung der Mühle und für den Neubau des Treppenhauses wichtig, sondern auch für den Bau der Hochwassermauer.

Projektmanagement steht

Unterdessen nimmt das Projektmanagement für das Projekt „Forschermühle“ Fahrt auf, erklärt das Regionalmanagement „Berkel Schlinge“. Neben dem Stadtmarketing und der Tourismusinformation der Stadt Stadtlohn, dem AIW Unternehmerverband und dem „Miteinander-Forum am Fluss“ mit einem integrativen Betriebskonzept soll die sogenannte „Forschermühle“ zentraler Bestandteil der Berkelmühle in der Zukunft sein. Hier sollen künftig Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren mit Kursen, freien Angeboten und Ferienaktionen spielerisch an mathematische, technische und naturwissenschaftliche Themen herangeführt werden. Als außerschulischer Lernort soll die Forschermühle somit einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchssicherung in technischen Berufen für die Stadt Stadtlohn und die Region leisten.

Nun die nächsten Schritte angehen

Über eine öffentlichen Ausschreibung wurde ein Dienstleister gesucht, der im Rahmen eines Vital.NRW-Projektes zusammen mit der Stadt Stadtlohn, dem Citymanagement und der Wirtschaftsförderung für den Kreis Borken das Projektmanagement für die Forschermühle in den kommenden zweieinhalb Jahren übernimmt. „Wir sind froh, mit dem Büro Projaegt aus Ahaus ein erfahrenes Büro aus der Region gefunden zu haben, mit dem wir nun gemeinsam die nächsten Schritte angehen können“, so Bürgermeister Helmut Könning bei der Vertragsunterzeichnung, „Jetzt kann es endlich losgehen und wir freuen uns, dass bald neues Leben in die Berkelmühle einzieht“, so der Bürgermeister weiter.

Präsentation am 19. Mai

Das Büro Projaegt unterstützt die Stadt Stadtlohn bei der Planung und Gestaltung der neuen Räumlichkeiten für die Forschermühle und ist verantwortlich für die Konzeption der Lernangebote, des Aufbaus eines Trägervereins, der Gewinnung von Bildungseinrichtungen und Unternehmenspartnern als Projektpartner sowie der Akquise von Fördermitteln für die Umsetzung. Das Konzept der Forschermühle soll erstmals auf den Stadtlohner Gewerbetagen am 19. Mai präsentiert werden.

Bagger graben am Fundament der Stadtlohner Berkelmühle

Freuen sich auf die Forschermühle: Citymanager Giampietro Salerno, Hermann Kösters (Stadt Stadtlohn), Veronika Droste (WfG Kreis Borken), Alexander Jaegers (Projaegt GmbH) und Bürgermeister Helmut Könning. © Vital-NRW

Das Förderprogramm

  • Vital.NRW ist ein Förderprogramm des Landes zur Stärkung des ländlichen Raums.
  • Ende 2016 bekam die Region Berkel Schlinge die Mitteilung, dass für sie aus dem neuen Vital.NRW-Programm rund 1,4 Millionen Euro öffentliche Mittel in den kommenden fünf Jahren für Projekte zur Stärkung des ländlichen Raums zur Verfügung stehen.
  • Das Programm „Vital.NRW“ orientiert sich dabei stark an den Förder- und Rahmenbedingungen des Leader-Programms für NRW und wird daher auch „Leader-Light“ genannt.
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