Neue Wohnhäuser am Kalterweg und Südlohner Weg: Ausschuss stellt Weichen

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An zwei Stellen soll in Stadtlohn Wohnbebauung möglich werden. Das beschloss der Bauausschuss. Am Kalterweg handelt es sich dabei um eine Anschlussmaßnahme an der ehemaligen Textilfabrik.

Stadtlohn

, 15.06.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auch in Stadtlohn ist die Nachfrage nach Wohnraum bekanntlich hoch. In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses wurden nun zwei vorbereitende Änderungen von Bebauungsplänen zur dann einmal möglichen Schaffung von Wohnraum beschlossen.

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Mit der dritten Änderung des Bebauungsplanes Nr. 40 „Tillystraße – Kalterweg“ wurden die planungsrechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen, für einen Teil der ehemaligen Textilfabrik am Kalterweg 56 und 58 Wohnbebauung zu errichten. Aktuell wird dieser Gebäudeabschnitt gegenüber der K+K-Filiale durch ein Büro, einen Verkaufs- und einen Lagerraum genutzt.

Weitere fünf Wohneinheiten verwirklichen

Am südlichen Ende dieses Gebäudes wurden bereits fünf Wohneinheiten errichtet, weitere fünf sollen stadtauswärts folgen können, so der Plan des Investors. „Dort soll einmal analog zum ersten Abschnitt Wohnbebauung errichtet werden können“, erklärt Mathias Pennekamp, Leiter des Fachbereichs Planen, Bauen und Umwelt, auf Nachfrage.

Die Ausschussmitglieder begrüßten es ausdrücklich, dass sich die Planung harmonisch in die aktuelle Bebauung einfüge. Ein weiterer Zeitrahmen ist noch nicht bekannt. Auf die Nachfrage, wie die im Gebäude aktuell angesiedelten Geschäfte fortgeführt werden, konnte aktuell noch keine Antwort gegeben werden. Die städtischen Bäume vor dem Gebäude seien von der Maßnahme nicht betroffen.

Optik soll sich erstem Gebäudeabschnitt anpassen

Die Fassade soll sich entsprechend der vorhandenen neuen Bebauung im Süden in Höhe und Klinker-Optik anpassen. Zurzeit ist dieser Grundstücksteil zu 100 Prozent überbaut und soll zukünftig zu 80 Prozent überbaut werden, so dass zum rückwärtigen Bereich Terrassen entstehen können, heißt es in der Beschlussvorlage zur Sitzung. Nun werden die Pläne zunächst öffentlich ausgelegt.

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Beschlossen wurde in der Sitzung ebenfalls die Aufstellung der zweiten Änderung des Bebauungsplanes Nr. 20 „Vredener Straße - Weststraße“ im beschleunigten Verfahren. Die Eigentümerin des Grundstücks an der Ecke Hardenbergstraße/Vom-Stein-Straße/Südlohner Weg plant eine Teilung des Grundstücks.

Die Baugrenzen eines Eckgrundstücks am Südlohner Weg sollen verlängert werden, um unter anderem den Bau eines Mehrfamilienhauses zu ermöglichen.

Die Baugrenzen eines Eckgrundstücks am Südlohner Weg sollen verlängert werden, um unter anderem den Bau eines Mehrfamilienhauses zu ermöglichen. © Michael Schley

Auf der einen Parzelle soll ein Einfamilienhaus zur Selbstnutzung entstehen, auf der anderen soll ein Mehrfamilienhauses gebaut werden.

Änderung dient der Nachverdichtung

Aktuell ist die Fläche bereits mit einem Einfamilienhaus bebaut, das weichen soll. Die Änderung des Bebauungsplans sieht vor, dass die Baugrenze um vier Meter vorrückt, dann setzt sie die Baugrenzen der Nachbargrundstücke fort und passt sich damit den Fluchten der benachbarten Bebauung an, so Pennekamp. Das Bauprojekt diene der Nachverdichtung. Auch das begrüßten die Ausschussmitglieder.

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