Der Beethovenring wird im Jahr 2021 in Angriff genommen: Kanäle werden saniert, die Straße umgestaltet. © Markus Gehring
Beethovenring

1,5 Millionen Euro für den Beethovenring: Anlieger müssen auch zahlen

Im ersten Teilstück des Beethovenrings sind Kanäle, Straßen und Gehwege erneuert worden. 2021 stehen nun Bauabschnitt zwei und drei an. Es soll dort später so aussehen wie im ersten Teil.

Der erste Bauabschnitt ist erledigt, jetzt folgen die Abschnitte zwei und drei. Auf dem Beethovenring rollen die Bagger an, um die Straße und auch die Kanäle darunter zu erneuern – in diesem Jahr soll es vom Beethovenring 59 bis zur Einmündung in den Molkereiweg zur Sache gehen.

In der Sitzung des Umwelt- und Bauausschusses stellte eine Vertreterin des beauftragten Büros Martinko die Planungen vor. Die Baumaßnahme hat es in sich: Auf 1,55 Millionen Euro ist die Investition kalkuliert. Teuer ist es erfahrungsgemäß vor allem, wenn es unter die Erde geht. So auch hier: Ist die Straße erstmal aufgerissen, werden viele Kanäle erneuert, dazu ein Teilstück des Hauptkanals in Höhe des Molkereiwegs und auch die Schachtbauwerke müssen zum Teil erneuert oder wenigstens instandgesetzt werden.

Straßenbild wie im fertiggestellten ersten Bauabschnitt

Was das Straßenbild nach der Sanierung angeht: Das solle wie im ersten, fertiggestellten Abschnitt aussehen. Eine Querungshilfe ist in Höhe der Einmündung Molkereiweg geplant, sie wird mit barrierefreiem Leit- und Querungssystem angelegt. Neben der sechs Meter breiten Fahrbahn wird ein gepflasterter Gehweg von circa 2,25 Metern Breite angelegt. Der Gehweg wird zur Fahrbahn hin von einem neun Zentimeter hohen Rundbordstein abgegrenzt.

Bewusst seien mit Blick auf parkende Autos nicht zu viele Baumscheiben für die Säulenhainbuchen eingeplant worden, die Fahrbahn solle sechs Meter breit sein und zur Verkehrsberuhigung in der Tempo-30-Zone seien ebenfalls die sieben Zentimeter hohen Rampen vorgesehen.

Wie auf dem schon sanierten Teilstück des Beethovenrings sollen auch im folgenden Abschnitt Rampen zur Verkehrsberuhigung eingebaut werden. Diese fallen aber mit einer Höhe von sieben Zentimetern eher sanft aus.
Wie auf dem schon sanierten Teilstück des Beethovenrings sollen auch im folgenden Abschnitt Rampen zur Verkehrsberuhigung eingebaut werden. Diese fallen aber mit einer Höhe von sieben Zentimetern eher sanft aus. © Markus Gehring © Markus Gehring

Die Rampen zur Verkehrsberuhigung führten in der Ausschusssitzung zu einer kleinen Diskussion. Heinrich Ellers (CDU) wollte wissen, wie hoch die Lärmentwicklung sei, die davon ausgehe. Die Geräuschentwicklung sei nicht gemessen worden, so die Vertreterin des Planungsbüros, aber ihr seien keine Beschwerden bekannt.

„Die sind gar nicht effektiv genug in meinen Augen“, sagte Erwin Plate (UWG). Es hindere da keinen, die Geschwindigkeit beizubehalten. Ob man die Rampe nicht höher ausrichten solle? An anderer Stelle mit höheren Rampen oder gar Schwellen beschwerten sich die unmittelbaren Anlieger über die Geräusche. „Wir haben hier einen guten Kompromiss gefunden“, so die Planerin.

Parkenden Autos zur Geschwindigkeitsreduzierung

„Die Erfahrungen mit dem ersten Bauabschnitt waren positiv. Und die parkenden Autos dort machen auch eine Geschwindigkeitsreduzierung aus“, bestätigte Bauausschussvorsitzender Otger Harks (SPD).

Da die Kosten für die Erneuerung der Fahrbahn und des Gehwegs nach dem Kommunalabgabegesetz beitragspflichtig sind, hat die Stadt Stadtlohn die Eigentümer der Grundstücke am betreffenden Teilstück des Beethovenrings aufgrund der Corona-Pandemie Mitte April per Brief informiert und um Stellungnahme gebeten.

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Anne Winter-Weckenbrock
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