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Lmcademali schießt sich in die Geschichtsbücher - Sensations-Tor im Halbfinale

Hallenfußball-Stadtmeisterschaft

Mohamed Lmcademali vom VfL Kemminghausen hat am Freitag mit seinen Turniertoren 25, 26 und 27 den Tor-Rekord von 1990 eingestellt. Am Samstag legte er mit einem ganz besonderen Treffer nach.

12.01.2019
Lmcademali schießt sich in die Geschichtsbücher - Sensations-Tor im Halbfinale

Mohamed Lmcademali (l.) erzielte seine Turniertore 25, 26 und 27 gegen Osmanlispor.

Der Freitagmorgen war für Mo Lmcademli ein ganz normaler. „Alles wie immer“, erzählt er, als er gefragt wird, wie er sich auf diesen möglicherweise historischen Tag vorbereitet habe. Ein bisschen Olivenöl in die Pfanne, fertig ist das Spiegelei. So macht er das jeden Morgen. Nur die Woche war anders, sein Handy habe nicht mehr still gestanden: „Das sind so viele Nachrichten“, lacht er.

29 Jahre lang war niemand besser

Ein paar Stunden später zeigt der Mann, der im bisherigen Turnier 24 Tore erzielt hatte, wohin ein eiweißreiches Frühstück führen kann.

Von 1990 ist die Marke von Markus Klingen vom VfR Sölde, 27 Tore erzielte der Angreifer damals, 29 Jahre lang war niemand besser.

Doch als „LMC“ schon nach drei Minuten der ersten Endrunden-Partie gegen Osmanlispor einen Achtmeter sicher zum 1:0 versenkt, da ist so eine Atmosphäre in der Helmut-Körnig-Halle zu spüren. Als geschehe etwas Besonderes. Doch vielleicht ist das das Problem, denn plötzlich scheint Lmcademali alles alleine machen zu wollen. Er verliert ein paar Zweikämpfe, Osmanlispor kommt zum Ausgleich und erzielt sogar die Führung. Jetzt ist nicht mehr der Rekord wichtig, sondern erst einmal das Weiterkommen.

Dann kommt sein großer Moment

Als dieser Schalter umgelegt ist, funktioniert das alte Spiel wieder. Markus Bednarek legt ihm in der 14. Minute das 2:2 auf. Jetzt ist es nur noch ein Tor bis zur Einstellung des Rekords. Dass ihm der Mannschaftserfolg dann doch wichtiger ist, ist zwei Minuten vor dem Ende der Partie zu sehen. Da legt er lieber auf Kemal Avci ab, der aber am Keeper scheitert.

Als Hendrik Schürmann wenige Sekunden danach das 3:2 erzielt, kommt Lmcademalis großer Moment. Ein Konter, er dreht sich kurz, lässt dann mit einem Haken den Gegenspieler aussteigen und hat nur noch den Torwart vor sich: „Wenn man von Kleinauf das Kleinfeld gewohnt ist, wenn es dann noch mit den Mitspielern passt, dann ist das super“, sagt er hinterher. Denn die Chance hat er sich natürlich nicht entgehen lassen und steht damit neben Markus Klingen in den Geschichtsbüchern.

Hier kann man sich die Partie noch einmal anschauen:

Dass er im zweiten Spiel gegen Brünninghausen, das Lmcademali selbst als „nebensächlich“ bezeichnete, nur eine echte Torchance hatte: geschenkt. „Wir sind weiter“, sagte Lmcademali, „das zählt.“ Im Viertelfinale hat er ja schließlich noch eine Chance. „Der Ochse soll seine Bude machen und dann ist gut“, scherzte Coach Reza Hassani.

Am Samstag dann also. Nach dem Spiegelei.

„Der Ochse“ liefert

Und tatsächlich machte „der Ochse“ seine Bude. Nachdem sein VfL im Viertelfinale den Westfalenligisten Westfalia Wickede ohne „LMC“-Tor mit 4:3 aus dem Turnier gekickt hatte, schien der Weg des Landesligisten im Halbfinale gegen Bövinghausen schon zu Ende zu sein.

1,8 Sekunden waren noch auf der Uhr, als Kemminghausen beim Stand von 0:1 noch einmal einen Freistoß erhielt. Luis Osmani hielt einfach drauf, am zweiten Pfosten tauchte plötzlich der Spiegelei-gestärkte Lmcademali auf und hielt den Kopf in den Schuss - mit der Schlusssirene glich er unter dem frenetischen Jubel der Zuschauer zum 1:1 aus und holte sich die alleinige Führung in der historischen Torjägerliste.

Ein paar Minuten später war sein Team dann zwar trotzdem ausgeschieden. Bövinghausen war einfach zu stark. Aber den Torrekord, der 29 Jahre Bestand hatte, nimmt ihm erstmal niemand mehr.

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