Nur mit Mundschutz: In der Halle Nord greift seit Saisonbeginn ein schlüssiges Hygienekonzept, das jetzt natürlich angepasst wird, so der Coronabeauftragte Lutz Cebulla. © Olaf Krimpmann
Hallensport und die Corona-Schutzverordnung

„Wir waren eigentlich immer gut aufgestellt“

Welche Auswirkungen hat die in der neuen Corona-Schutzverordnung des Landes NRW festgezurrte 2G-Regelung für die heimischen Hallensportler? Die zeigen sich - erst einmal - entspannt.

Für die Hertener Löwen steht in der 1. Basketball-Regionalliga das Kreisderby gegen Citybasket auf dem Programm. Rund 1.000 Zuschauer wären normalerweise in der Rosa-Parks-Sporthalle dabei, an diesem Samstag sind nur etwa 450 Plätze – alle durchnummeriert – vorgesehen, wie Löwen-Vorsitzender Hermann Zechel sagt.

Die 2G-Regelung am Einlass zu kontrollieren, werde kein Problem sein, so der Funktionär, auch die Trainer und die Offiziellen am Anschreibetisch seien geimpft. Offenbar aber nicht alle Spieler. Laut NRW-Verordnung soll „für die Übergangsphase“ ein negativer PCR-Test ausreichen, so interpretiert Zechel Punkt 5 der Verordnung, die sich mit Wettbewerben von Sportverbänden innerhalb des DOSB befasst. Aber was bedeutet das für Samstag? „Wirkliche Sicherheit bringen wohl erst die Verbände. Warten wir ab, welche Vorgaben der WBV uns macht.“

Über eine Beschränkung der Zuschauerzahl denkt beim Derby gegen die BG Dorsten am 4. Dezember auch der BSV Wulfen nach. Auch 2G+, also Einlass nur für Genesene und Geimpfte, die zusätzlich noch einen PCR-Test vorzeigen können, wird im Wulfener Vorstand derzeit noch diskutiert.

Kein Problem stellt 2G dagegen für den BSV beim Blick auf den Kader dar. „Alle Spieler sind geimpft“, erklärt Vorsitzender Christoph Winck. Bei Derby-Gegner BG Dorsten gilt dasselbe.

Was ist mit den Jugendlichen, die älter als 16 sind?

Bei den Handballern der PSV Recklinghausen steht am Samstag das Verbandsliga-Derby gegen SV Westerholt auf dem Programm. „Wir sind guter Dinge“, sagt Lutz Cebulla, der Corona-Beauftragte der PSV. Für den Verein ändere sich durch die neue Corona-Schutzverordnung nicht viel. „Wir waren eigentlich immer gut aufgestellt, haben sehr gute Kontrollen gemacht auch schon bei 3G. Zusätzlich dazu kommt jetzt, dass Zuschauer auch am Samstag auf ihren Plätzen ihre Maske aufbehalten sollen.“

Ist die 1. Herrenmannschaft laut Cebulla komplett durchgeimpft und erfüllt damit alle Kriterien, könnte sich der Trainingsbetrieb in den älteren Jugendmannschaften als schwieriger erweisen. „Da stehen jetzt Trainer und Mannschaftsverantwortliche in der Pflicht, das nachzuhalten – aber denen werden wir natürlich mit Rat und Tat beistehen“, so Cebulla. Sorge, dass A-Jugendliche, die vom Training ausgeschlossen werden, da der Impfschutz fehlt, den Verein abhanden kommen könnten – um nur ein Beispiel zu nennen -, hat der Funktionär durchaus. „Aber auch da werden wir schauen und natürlich mit den betreffenden Personen reden.“

Keine Probleme melden auch die Volleyballerinnen des TuS Herten, die am Samstag in der Regionalliga SC Union Lüdinghausen erwarten. Schon das letzte Heimspiel in der Knappenhalle hatte unter 2G-Bedingungen stattgefunden.

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Andreas Leistner

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