Tobias Temmann (l.) und Marcel Tönning (r.) werden weiter die Reserve des FC Nordkirchen betreuen. © Sebastian Reith
Fußball

Zusammenhalt ist Trumpf: Der FC Nordkirchen schielt auf den Doppel-Aufstieg

Die erste Mannschaft ist Tabellenführer, die Zweite auf Tuchfühlung zur Spitze. Nach der Saison könnte der FC Nordkirchen einiges zu feiern haben. Dabei könnten bestimmte Dinge entscheidend werden.

Erfolge mit der Mannschaft zu feiern ist für jeden Fußballer ein überragendes Gefühl. Wenn sich andere mit dem Team freuen, ist es umso besser. Und wenn gleich mehrere Mannschaften etwas zu bejubeln haben, gibt es kaum etwas Besseres. Die Stimmung auf der Feier beim FC Bayern München dürfte nach dem Triple-Gewinn der ersten Mannschaft und der Gewinn der Drittliga-Meisterschaft der Zweiten entsprechend ausgelassen gewesen sein.

Ganz so hoch wird es beim FC Nordkirchen in diesem Jahr nicht hinausgehen. Aber immerhin könnte der FCN gleich zwei Mal Meister werden. Schließlich führt die erste Mannschaft die Bezirksliga an und auch die Reserve könnte, eigene Siege und passende Ergebnisse der Konkurrenz vorausgesetzt, in der Kreisliga B bis auf einen Punkt an Spitzenreiter VfL Senden II heranrücken.

Es läuft gut für den FC Nordkirchen II und Tobias Temmann

Es läuft also ganz gut beim FCN II. Das hat auch die sportliche Führung erkannt und verlängerte die Verträge mit dem Personal an der Seitenlinie – auch mit FCN-II-Trainer Tobias Temmann und seinem Co Marcel Tönning. Für beide war es keine Entscheidung, über die sie lange nachdenken mussten. „Der Verein wollte mit uns weitermachen und wir haben uns keine fünf Minuten Gedanken machen müssen, bevor wir zugesagt haben“, sagt Temmann. Zudem habe die Corona-Krise seinen Teil beigetragen: „Es ist eine kaputte Saison und so wollten wir nicht einfach weggehen.“

Und die sportliche Lage dürfte auch das Trainerteam erfreuen. Zwar betont Temmann, dass noch „ganz andere Kaliber“ als bislang kämen, allerdings sei es schon das Ziel, sich „unter den ersten fünf festzubeißen“. Reicht es also nicht zum großen Wurf? „Ein bisschen schielen wir schon drauf“, gibt Temmann zu.

Mannschaft und Trainer verstehen sich auch neben dem Platz

Ein Faktor für eine noch bessere Saison könnte am Ende zum entscheidenden Umstand werden: der Zusammenhalt. Als der FC Nordkirchen trainieren durfte, seien immer mindestens 20 Leute beim Training gewesen, selbst wenn sie nicht zum Einsatz gekommen seien, berichtet Temmann. „Wir sind alles gute Kumpels und verstehen uns auch neben dem Platz. Es sind einfach super Typen in der Mannschaft.“

Bei einem seiner Ex-Vereine sei dagegen das ein oder andere Training wegen zu geringer Beteiligung ausgefallen. In Nordkirchen ist davon aber keine Spur. „Hier sind wir ein großer Freundeskreis“, sagt Tobias Temmann. Man wird sehen, wie weit das die Mannschaft vom Schlosspark noch tragen wird.

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Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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