Mit einem jungen Neuzugang ist der Mario Plechaty sehr zufrieden, hat aber noch große Anforderungen. © Nico Ebmeier
Fußball

Will nie wieder weg: Der jüngste Spieler des FC Nordkirchen fühlt sich in der Heimat pudelwohl

Nach drei Jahren beim SV Herbern kam der Innenverteidiger endlich wieder „nach Hause“. Und beim FC Nordkirchen ist er mit seiner Entwicklung noch längst nicht fertig.

Der Kader beim Fußball-Bezirksligisten FC Nordkirchen ist vollgepackt. Vollgepackt mit Talenten und erfahrenen Landes- und Westfalenliga-Spielern. Doch auch in der zweiten Reihe hat die Mannschaft von Trainer Mario Plechaty Spieler, die schon in naher Zukunft eine große Rolle beim Spitzenreiter spielen könnten.

„Ich fühle mich hier extrem wohl. Ich bin endlich wieder Zuhause“, antworte Alexander Koch auf die Frage, wie seine ersten Monate bei der Herren-Mannschaft in Nordkirchen waren. Denn beim FCN würde der erst 19-Jährige eigentlich schon sein ganzes Leben spielen, hätte sich die Jugendabteilung in Nordkirchen nicht vor ein paar Jahren kurzzeitig aufgelöst. „Ich habe dann kurz bei der Spielgemeinschaft Südkirchen/Capelle gespielt und bin im zweiten B-Jugend-Jahr zum SV Herbern gegangen. Aber von Anfang an war eigentlich klar, dass ich, sobald ich in den Herrenbereich komme, wieder nach Nordkirchen zurückkehren werde“, sagt Koch.

Alexander Koch ist der jüngste Spieler im Kader des FC Nordkirchen. © Sebastian Reith © Sebastian Reith

Und der Start beim FCN lief sogar besser, als er sich erhofft hatte. „Mir war eigentlich klar, dass ich hier erstmal in die Zweite gehen werde. Da ist der Sprung aus der Junioren-Bezirksliga in die Herren-Bezirksliga dann doch einfach sehr groß. Aber Mario Plechaty rief mich dann an, lud mich zum Probetraining ein und schon war ich im Kader der Ersten. Jetzt warte ich nur noch auf mein erstes Ligaspiel“, erklärt der Innenverteidiger.

Denn zu 100 Prozent überzeugen konnte der Ur-Nordkirchener in der ersten Mannschaft noch nicht. „Er hat in der Vorbereitung gut mitgemacht und ist dann in ein kleines Loch gefallen. Das kann aber mal passieren und ich glaube, dass er mit ein bisschen Zeit sehr wichtig werden kann. Vielleicht setzt er sich noch etwas zu sehr unter Druck“, nahm Mario Plechaty den Ex-Herberner in die Pflicht, lobte aber auch, dass „er sehr ehrgeizig ist und immer daran arbeitet, das Maximum rauszuholen.“

Dass er in Zukunft aber einen festen Platz in der Truppe von Plechaty haben könnte, glaube Alexander Koch fest: „Ich trainiere schon fast immer in der Ersten mit und habe auch in den beiden Pokalspielen einen guten Job gemacht. Ich bin hier der Jüngste und mit ein wenig mehr Erfahrung, wird es sicher auch bald mit dem ersten Ligaeinsatz klappen.“ In den beiden Pokalrunden stand der 19-Jährige nämlich bereits für den FCN auf dem Feld.

Und dabei gefällt es dem Jungspund besonders gut, wie die Mannschaften in Nordkirchen aktuell aufgestellt sind. „Es ist wirklich richtig cool hier. Die erste Mannschaft ist natürlich alleine schon extrem stark. Das ist sicher keine normale Bezirksliga-Mannschaft, die am Ende auch sicher ganz oben stehen wird. Aber auch die zweite Mannschaft ist super jung und talentiert und steht vollkommen zurecht weit oben in der Tabelle. Hier sind einige Jungs, die auch bald in der Ersten spielen könnten.“

Kurz vor dem Lockdown war Koch dabei sogar kurz davor, sein Debut in der Bezirksliga zu feiern, machte sich dann aber selbst das Leben schwer. „Ich war da gerade richtig gut in Form und kam auch im Training immer besser mit. Dann hatten wir mit der Zweiten Donnerstagabend ein Spiel gegen BIRATI und ich wollte aber unbedingt am nächsten Tag auch bei der Ersten mit trainieren. Bei einem Springt zog es plötzlich im Oberschenkel und ich war erstmal ein paar Wochen raus. Gerade in solchen Momenten muss ich dann noch lernen, ein bisschen vorsichtiger zu sein.“ Doch aufgeschoben ist ja bekanntlich nicht aufgehoben.

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Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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Nico Ebmeier
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1993 in Werne geboren. Habe Geschichte und Religionswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum studiert. Seitdem ich 15 bin bei Lensing Media: Angefangen in der Lokalredaktion Werne, inzwischen fast nur noch als Freie Mitarbeiterin in der Stadtredaktion Dortmund.
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