Mario Plechaty musste aufgrund von Verletzungssorgen umplanen. © Nico Ebmeier
Fußball

Will gerne zurück: Nordkirchener Sommer-Neuzugang wurde unfreiwillig auf andere Position gesetzt

Die neuen Spieler, die der FC Nordkirchen im vergangenen Sommer holte, waren zahlreich und hochklassig. Dennoch plagten den Bezirksligisten schnell große Personalsorgen.

Fast komplett zufrieden war Mario Plechaty, Trainer des Fußball-Bezirksligisten FC Nordkirchen, mit der bisherigen Bilanz seiner Sommer-Neuzugänge. Während sich einige aber verletzten, spielten sich besonders zwei Außenbahnspieler in den Fokus.

Roman Humenscheimer (l.) ist eigentlich als Angreifer zum FC Nordkirchen gekommen. © Nico Ebmeier © Nico Ebmeier

Einer von den beiden war Roman Humenscheimer. Als der schnelle Rechtsaußen vor wenigen Monaten von den Sportfreunden Stuckenbusch kam, nannte ihn Plechtay den „vielleicht spannendsten Neuzugang“, lobte Humenscheimer vor allem wegen dessen Torgefährlichkeit. Doch während der Nordkirchener im Trikot seines alten Teams bis zur Corona-Pause gleich 14 Mal traf, fand im FCN-Dress kein einziger Ball den Weg ins Tor.

Der Grund ist klar: Während der Ex-Halterner im Vorjahr noch auf der offensiven Außenbahn eingesetzt wurde, spielt er unter Mario Plechtay vorrangig als Rechtsverteidiger. Beide etatmäßigen Spieler auf dieser Position fehlten nämlich ab dem dritten Spieltag verletzt.

Roman Humenscheimer will natürlich „weiter Tore schießen“

„Klar, wenn du eigentlich Stürmer bist, willst du natürlich auch beim neuen Verein weiter Tore schießen. Aber letztendlich spiele ich natürlich da, wo mich die Mannschaft am meisten braucht. In diesem Fall war es halt hinten rechts“, so der Sommer-Neuzugang selbst. Die komplette Vorbereitung und auch die ersten beiden Partien machte Roman Humenscheimer dabei noch im geliebten Angriff und wurde nach der Verletzung von Nico Plechaty in die Abwehr gesetzt.

Doch der schnelle Nordkirchener muss sich wegen seiner torlosen ersten Serie auch an die eigene Nase fassen. „Wenn man ganz ehrlich ist, dann hätte ich schon so ein, zwei Dinger machen müssen. Aber bisher sollte es wohl nicht so sein.“ Besonders im Spitzenspiel gegen RW Germania hatte der Ex-Stuckenbuscher einige Chancen dazu.

Trotzdem ist Humenscheimer mit dem ersten Halbjahr in Nordkirchen ziemlich zufrieden. „Wäre die Saison zwei Wochen früher unterbrochen worden, hätte ich wohl nichts zu meckern“, sagt er mit einem Schmunzeln. „Die Vorbereitung war super, wenn auch manchmal sehr, sehr hart. Aber wenn man alles gewinnt und auch so in die Saison startet, scheint man aber schon viel richtig gemacht zu haben.“

Doch dann gab es beim FCN so einen kleinen Bruch. „Wir hatten dann viele Verletzte und auch nicht mehr diesen echten Zug im Training und im Spiel. So haben sich dann immer mehr Fehler eingeschlichen. Ich weiß auch selbst, dass ich zum Beispiel am 0:1 in Schwerin große Schuld hatte“, so der Neu-Rechtsverteidiger, der generell von der Qualität der Bezirksliga-Staffel 9 positiv überrascht ist.

„Ich weiß gar nicht, ob die Liga jetzt besonders stark oder besonders schwach ist. Auf jeden Fall haben wir aber selbst gemerkt, dass wirklich jede Mannschaft die Andere schlagen kann, wenn man nicht 100 Prozent gibt. Aber das zeigt auch, dass für uns trotz der Niederlagen noch überhaupt nichts verloren ist. Die wichtigen Wochen kommen dann nach dem Lockdown“, so Humenscheimer kämpferisch.

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Freier Mitarbeiter
Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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Nico Ebmeier

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