Nils Dornhege (l.) verletzte sich am Sonntag schwer. © Jura Weitzel
Fußball

„Wie ein Schock“: Nils Dornhege vom SV Südkirchen muss schon wieder operiert werden

Eigentlich war der Südkirchener auf dem Weg der Genesung. Doch dann merkte Nils Dornhege, dass etwas nicht so ist, wie es sein soll. Nach dem Weg zum Arzt folgte dann die Schock-Diagnose.

Die ersten Worte des Telefonats mit Nils Dornhege, Spieler des SV Südkirchen, waren: „Ist ja witzig, dass wir ausgerechnet heute telefonieren.“ Denn gerade einen Tag vorher bekam der großgewachsene Fußballer eine Diagnose von seinem Arzt – und die war überhaupt nicht witzig.

Im vergangenen Oktober hatte er sich in einem Zweikampf die Nase gebrochen, wurde sofort ins Krankenhaus gebracht und kam nur ein paar Tage später „unters Messer“. Seitdem war Nils Dornhege eigentlich auf dem Weg der Besserung und fing auch schon wieder an, mehr oder weniger regelmäßig zu joggen. „Ich hatte aber immer noch das Gefühl, dass ich durch ein Nasenloch nicht so richtig atmen kann. Also bin ich zum Arzt gegangen und habe das einmal überprüfen lassen“, erzählt der Südkirchener.

Was dann folgte, war schwer zu verkraften. „Bei meiner Verletzung wurde die Nasenscheidewand zu weit nach rechts gebogen. Bei der Operation wurde sie dann gerichtet. Jetzt ist sie aber plötzlich zu weit nach links gebogen und deshalb kann ich durch das eine Nasenloch nicht so richtig atmen. Das muss jetzt nochmal gerichtet werden“, so Dornhege. Am 12. März wird der Südkirchener deshalb erneut operiert.

Nils Dornhege: „Das war natürlich erstmal ein Schock.“

„Das war natürlich erstmal ein richtiger Schock. Keiner weiß genau, wie das passiert ist. Vermutlich irgendwie über Nacht. Sonst ging es mir eigentlich, nur meine Nase war noch ein wenig schief“, sagt der großgewachsene Fußballer, der jetzt vor einer schwierigen Frage steht: „Ich habe im Prinzip zwei Möglichkeiten. Entweder es wird nun einfach nur meine Nasenscheidewand gerichtet oder es wird nochmal meine komplette Nase operiert. Dafür müsste sie aber dann schon wieder künstlich gebrochen werden. Ich weiß noch nicht ganz, wofür ich mich entscheide.“ Der Eingriff ist zwar eher ärztliche Routine, ein gewisses Restrisiko bestehe aber immer.

Natürlich bringt in Dornheges Fall wenigstens der Corona-Lockdown einen kleinen Vorteil. Denn so verpasst der Südkirchener keine Spieler seiner Mannschaft. „Das ist eher ein schwacher Trost. Ich hätte lieber die Verletzung und die Jungs könnten auf den Platz“, sagt Dornhege, der natürlich auch nicht weiß, wann beziehungsweise ob es wieder losgehen geht.

„Ich diskutiere da natürlich auch immer wieder mit meinen Brüdern (Robin und Marvin, Anm. d. Red.) drüber – und die glauben mittlerweile, dass es gar keinen Spielbetrieb mehr bis Sommer geben wird. Wir hoffen aber alle, in den nächsten Wochen wenigstens zum Training auf den Platz zurück zu dürfen.“

Doch von einer Rückkehr auf den Platz ist speziell Nils Dornhege durch die erneute Operation noch weiter entfernt als zuvor. „Ich habe nach der OP dann erstmal zwei Wochen einen Krankenschein. Wann ich dann wieder mit Sport beginnen kann, weiß ich noch überhaupt nicht.“

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Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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Nico Ebmeier

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