Der Waltroper Klaus Overwien, der auch Spielleiter des Westfalenpokal-Wettbewerbs ist, ist als Mitglied des Verbands-Fußball-Ausschusses auch an der Zusammenstellung der Bezirksligen, Landesligen und Westfalenligen beteiligt. © FLVW
Fußball

Westfälischer Verband muss 20 Ligen stricken – vier Vereine haben schon zurückgezogen

Wünsche gibt es immer wieder. Ob der westfälische Verbands-Fußball-Ausschuss (VFA) diese Wünsche bei der Einteilung der überkreislichen Ligen am 7. Juli jedoch alle erfüllen kann, bleibt bis dahin ungewiss.

Wenn der Verbands-Fußball-Ausschuss (VFA) die Bezirksligen, Landesligen und Westfalenligen für die Saison 2021/22 einteilt, taucht die größte Spannung bei den Klubs in den 14 Bezirksligen auf. „Erst am 7. Juli, wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen, wissen wir ganz genau, wer sich in welcher Staffel zurückgezogen hat und wie wie einteilen“, erklärt Klaus Overwien, VFA-Mitglied und Staffelleiter der Landesliga 3 sowie der Bezirksligen 9 und 14.

Hagen, Weser und Drensteinfurt möchten nicht mehr mitspielen

Zurückgezogen hat sich bereits der SSV Hagen – aus der Staffel 6. Aus finanziellen Gründen. Wie Overwien gelesen hat, soll sich Blau-Weiß Weser aus der Staffel 3 ebenfalls zurückgezogen haben. Zudem hatte Türkiyem Hagen in der annullierten Spielzeit 2020/21 den Bezirksliga-Platz freiwillig geräumt. Auch hat sich Drensteinfurt aus der Landesliga 4 abgemeldet und muss in eine Bezirksliga-Staffel eingegliedert werden.

Insgesamt gilt es 20 Ligen zusammenzustellen – für die Westfalenliga (2 Staffeln), Landesliga (4) sowie die Bezirksligen (14). „Wir gehen bei den Staffel-Einteilungen nach rein geographischen Gesichtspunkten vor. Härtefälle gibt es dabei in jedem Jahr – und wird es diesmal wieder geben“, so Overwien. Zumal die Staffel-Einteilung nach dieser Saison ohne Auf- und Absteiger vor neue Herausforderungen stelle.

Denn nicht allein Abmeldungen gibt es. Auch Wünsche nach einer Umgruppierung äußern die Vereine. So der TuS Stockum, der natürlich gerne mit den Wittener Vereinen in einer Staffel spielen möchte. Was zuletzt nicht der Fall war in der Staffel 9. Stockum fühlte sich deplatziert unter lauter Dortmunder und Castrop-Rauxeler Vereinen.

Und da sind in der Staffel 9 auch noch die drei münsterländer Klubs Union Lüdinghausen, SuS Olfen und FC Nordkirchen, die alle raus wollen aus dieser Staffel. Wie der Nordkirchener Fußball-Abteilungsleiter David Handrup jüngst verkündete, stellt sein Klub einen offiziellen Antrag auf Umgruppierung.

Überraschend dabei ist: Nordkirchens Begehr zielt keinesfalls auf die Münsterland-Staffel („Das sind zu weite Fahrten“), sondern vielmehr auf die Staffel 8 mit Vereinen aus Dortmund, Schwerte, Unna, Mühlhausen-Uelzen und Kamen. Dort habe man zehn Jahre gespielt – und sich wohlgefühlt, so David Handrup.

Der Nordkirchener Fußball-Chef hat auch sofort eine Lösung parat. Man solle doch im Ringtausch die drei Schwerter Vereine VfL, ETuS/DJK und Geisecker SV komplett in die Staffeln 9 setzen – dafür Lüdinghausen, Olfen und eben Nordkirchen in die Staffel 8 eingruppieren.

Schön und gut – oder schlecht. Denn Klaus Overwien weiß, dass „die Schwerter Vereine nicht unglücklich sind in ihrer Staffel“. Der Waltroper geht davon aus, dass am 7. Juli wieder die Namen von 230 Bezirksligisten auf dem Tisch liegen werden. Wenn nicht? „Wir hatten zuletzt drei Staffeln mit 18 Vereinen, würden aber überall gerne 16 Vereine haben.“

Klaus Overwien versteht die Wünsche der Vereine durchaus. „Wir bemühen uns bei den Staffel-Einteilungen vielen Wünschen gerecht zu werden.“ Jedes Jahr gebe es aber trotzdem eine Handvoll Vereine, die man nicht glücklich machen könne.

„Drei Vereine raus aus einer Staffel, drei andere dafür rein, wie es Nordkirchen vorschlägt? Das ist nur eine rein mathematische Rechnung und berücksichtigt keinesfalls die geographischen Gegebenheiten“, weist Klaus Overwien nochmals darauf hin, welche Dinge bei den Staffel-Einteilungen bedacht werden müssen.

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Über 30 Jahre als Sportredakteur aktiv, bin ich nun im "Unruhestand" seit der Saison 2018/2019 als Freier Mitarbeiter für den Castroper Sport am Ball - eine neue, spannende Erfahrung. Meine journalistischen Fachgebiete sind alle Ballsportarten, die Leichtathletik und Golf. Mit den deutschen Spitzen-Fechtern war ich in den frühen 2000er-Jahren bei Welt- und Europameisterschaften in der "halben Welt" unterwegs.
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