Thomas Eroglu kehrt in der kommenden Saison zum SV Herbern zurück. © Jura Weitzel
Fußball

Was für Thomas Eroglu für seinen Wechsel vom FC Nordkirchen zum SV Herbern entscheidend war

Thomas Eroglu wird in der kommenden Saison statt für den FC Nordkirchen für den SV Herbern auflaufen. Die Entscheidung fiel dem Spieler nicht leicht, am Ende waren mehrere Details ausschlaggebend.

Vier auf einen Streich: Am späten Donnerstagnachmittag wurde bekannt, dass ein Quartett von Fußball-Bezirksligist FC Nordkirchen zum SV Herbern in die Landesliga nach Ablauf der Saison wechseln wird.

Einer von ihnen ist Thomas Eroglu. Der zentrale Mittelfeldspieler, der aber auch als Außenverteidiger spielen kann, kehrt somit zu seinem Ex-Verein zurück. „Dass ich wechsele, hat nichts mit Nordkirchen zu tun“, so Eroglu. „Herbern ist mein alter Verein und ich hatte dort eine tolle Vergangenheit.“

Noch aber heißt der aktuelle FC Nordkirchen – und das nimmt Eroglu ernst: „Was jetzt erstmal zählt, ist Vollgas zu geben. Es gibt nichts Geileres, als jetzt nochmal den Aufstieg mitzunehmen. Nur das zählt, das ist uns allen wichtig“, so Eroglu. „Uns“, das sind Eroglu, Daniel Krüger, Philipp Sandhowe und Tim Bröer, die gemeinsam den Schritt von Nordkirchen nach Herbern gehen.

Dass gleich alle vier wechseln, ist dabei keineswegs Zufall. „Tim, Daniel und ich haben viel miteinander zu tun und sind auch privat dicke. Mit Philipp verstehen wir uns auch super“, berichtet Eroglu. „Wir sind gerade in einem Alter, in dem wir unbedingt zusammenspielen wollen. Da ist es uns egal, wo das ist.“

Den Kontakt zum FC Nordkirchen wird der 30-Jährige aber nicht abbrechen. Mit FCN-Kapitän Nils Venneker ist Eroglu befreundet, wird sich auch sonst noch mit einigen aus der Mannschaft austauschen: „Der Kontakt wird bleiben.“ Gleichzeitig wird die Eingewöhnung in Herbern wohl auch nicht allzu schwer fallen: „Gefühlt kenne ich noch 80 Prozent von der Mannschaft“, meint Eroglu.

Thomas Eroglu musste beim FC Nordkirchen zuletzt passen

Ganz ohne Risiken ist der Wechsel für Eroglu sicher nicht verbunden. Schließlich spielt Herbern eine Liga höher als Nordkirchen. Außerdem musste Eroglu zuletzt passen. Am zweiten Spieltag verletzte Eroglu und musste seitdem pausieren.

Dennoch ist Eroglu zuversichtlich: „Ich weiß zwar, dass es in Herbern einen riesigen Konkurrenzkampf gibt, aber ich bin damals als Stammspieler nach Nordkirchen gewechselt.“ Die Klasse, sich beim Landesligisten durchzusetzen, ist also vorhanden.

Und Eroglu selbst tut alles, damit er Einsatzzeiten bekommen wird. Der Spieler ist wieder ins Lauftraining zurückgekehrt. „Ich will spielen, deshalb mache ich derzeit fit“, so Eroglu. „Es liegt an mir persönlich – und dann am Trainer.“

Bauchgefühl gibt den Ausschlag für den SV Herbern

Der war auch mitentscheidend für den Wechsel, genauer gesagt SVH-Co-Trainer Jens Kalpein. „Ihn habe ich mal auf der Straße getroffen, da haben wir dann gequatscht“, erzählt Eroglu. Eines kam zum anderen und einige Telefonate und Video-Gespräche später stand der Wechsel nach Herbern fest.

Dabei habe er sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, betont Thomas Eroglu: „Der FC Nordkirchen ist echt überragend und außerdem mein Heimatverein. Am Ende hat das Bauchgefühl für Herbern entschieden.“

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Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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