Philipp Sandhowe spielt in der neuen Saison für den SV Herbern. © Reith
Fußball

Warum Philipp Sandhowe den Nordkirchener Stammplatz gegen den Herberner Konkurrenzkampf tauscht

Vier Jahre hat Philipp Sandhowe für den FC Nordkirchen im Tor gestanden. Im Sommer zieht es ihn in die Landesliga zum SV Herbern. Nun erklärt er, wie es dazu kommt.

Es war ein Paukenschlag am Donnerstag: Gleich vier Spieler des Fußball-Bezirksligisten FC Nordkirchen verpflichtet Landesligist SV Herbern zur neuen Saison. Neben den Rückkehrern Tim Bröer, Thomas Eroglu und Daniel Krüger kommt auch Torwart Philipp Sandhowe. Eine Personalie, die auf den ersten Blick ungewöhnlich wirkt.

Schließlich hat der SV Herbern aktuell noch drei Torhüter im Kader. Vorausgesetzt, dass alle drei im Sommer beim Landesligisten bleiben, wäre Sandhowe die Nummer vier. In Nordkirchen hatte der Keeper seinen Stammplatz sicher.

Konkurrenzkampf beim SV Herbern statt Stammplatz beim FC Nordkirchen

„Natürlich, in Nordkirchen war ich als Nummer eins gesetzt“, weiß auch Sandhowe selbst. „Aber ich freue mich auch auf den Konkurrenzkampf in Herbern. Das sind super Jungs, da werden wir keinen Ärger haben und alle nur von profitieren. Da bin ich mir absolut sicher.“

Der Konkurrenzkampf war auch einer der Gründe, warum Philipp Sandhowe sich für einen Wechsel nach Herbern entschieden hat. „Ich wollte nochmal eine neue Herausforderung“, erklärt er. „Ich war jetzt vier Jahre hier. Da war es mal Zeit für was Neues.“

Ärger oder einen Groll gegen Nordkirchen hat Sandhowe aber nicht, das ist ihm wichtig zu betonen. „Wie gesagt, ich war vier Jahre hier. Wenn ich mich nicht absolut wohl gefühlt hätte, wäre ich definitiv nicht so lange hier geblieben. Mich reizt einfach die neue Herausforderung“, erklärt er.

Und auch wenn er als einziger Transfer keine Herberner Vergangenheit hat – enge Kontakte sind auch bei ihm schon lange da. Er sagt: „Ich habe in den letzten vier Jahren schon immer wieder Kontakte nach Herbern gehabt und kenne viele Spieler und Verantwortliche. Dieses Jahr wurde es dann wirklich ernst mit einem Wechsel.“

Dass seine Mannschaftskollegen Bröer, Krüger und Eroglu mit ihm aus der Bezirksliga in die Landesliga kommen, freut ihn doppelt. „Wir haben uns da jetzt nicht abgesprochen oder so“, sagt Sandhowe. „Aber als wir die Möglichkeit bekommen haben, dass wir weiterhin zusammen spielen können, haben wir natürlich nicht ‚Nein‘ gesagt. Wir sind auch privat ziemlich gut befreundet und freuen uns, dass es jetzt auch fußballerisch zusammen weitergeht.“

Aber nicht nur seine Mit-Neuzugänge sind „ziemlich gute Typen“, wie Philipp Sandhowe bestätigt. „In Herbern ist das einfach eine super Truppe, die hervorragend harmoniert“, sagt er. „Ich werde jetzt natürlich erstmal alles geben für Nordkirchen – aber ich freue mich auch schon auf den Sommer.“

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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